Vertragsverlängerung beim VfL Bochum 1848. Chef-Trainer Thomas Reis zwei bleibt an der Castroper-Straße. Somit sind die Weichen für die Zukunft gestellt.

Seit der Saison 2010/2011 spielt der VfL Bochum 1848 in der zweiten Fußball Bundesliga. Auch mich begleitet der Verein seit 2015. Dann kam Gerd-Jan Verbeek. Ein dreimonatiges Gastspiel zeigte damals Ismail Atalan, auf den Jens Rasijeweski folgte. Der heutige Co-Trainer Heiko Butcher hatte ebenfalls einen Monat lang die Aufgabe als Cheftrainer. Dann kam Rubin Dutt, der in einer Pressekonferenz alles – auch sich – in Frage gestellt hatte und darauf hin Bochum verlassen musste. Nun ist Thomas Reis seit September 2019 Chef-Trainer der Bochumer. 

Thomas Reis ist seit 2019 Cheftrainer in Bochum

Seitdem Reis für die Situation der Bochumer verantwortlich ist, scheint es zu laufen. Aktuell steht der VfL auf einem zweiten Platz in der Tabelle. Das ist das Werk von Reis und Butcher, die beide sehr gut zusammenarbeiten könne. Nun ist alles möglich an der Castroper Straße. 

Das letzte Spiel am Sonntag, 31. Januar 2021 nicht nach den Wünschen der Bochumer, denn es hat eine 1:2-Niederlage gegeben. Dennoch ist nun der Vertrag mit Reis bis Juni 2023 verlängert worden.

Schindzilorz: „Mannschaft ist nun eine Einheit“

„Thomas Reis hat auf seiner ersten Station als Cheftrainer im Profibereich nachgewiesen, dass er eine Mannschaft formen und ihr Identität und Spielideen vermitteln kann. Er hat den Lizenzspielerkader in einer schwierigen Situation übernommen und Schritt für Schritt zu einer Einheit geformt“, sagt Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer/Sport beim VfL Bochum 1848. „Wir haben nach dem Re-Start die meisten Punkte aller Zweitligisten eingefahren und die Jahrestabelle 2020 als punktbestes Team abgeschlossen. In dieser Saison konnten wir bis hierhin diesen Aufwärtstrend bestätigen. Das alles sind Argumente für eine Vertragsverlängerung. Wir trauen Thomas zu, diese Mannschaft weiter zu entwickeln und den bislang erfolgreichen Weg weiter fortzuführen.“

„Arbeite gerne beim VfL“

Reis selbst freut sich darüber ebenfalls, dass sein Vertrag verlängert worden ist. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es ein starkes Signal, das der VfL aussendet. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich bei dem Verein, bei dem ich als Profi meine schönste Zeit erlebt habe und der mich nach meiner aktiven Zeit in viele Bereiche hat hineinschnuppern lassen, sehr, sehr gerne arbeite. Wir haben einen ersten Teil des Weges gemeinsam erfolgreich absolviert. Aber dieser Weg führt noch weiter. Und wir sind uns bewusst, dass uns noch einige Herausforderungen bevorstehen. Doch ich bin mir sicher, dass wir diese wie bisher im Team – und dazu zähle ich selbstverständlich auch unsere tollen Fans – bewältigen werden. Dafür werde ich mich weiterhin hundertprozentig einsetzen.“

Ob die Ambitionen weiterhin für den Aufstieg reichen? Das wird die Zeit zeigen und auch die Einstellung der Mannschaft. Willenskraft ist jedenfalls da. 

Bildergallery zum Spiel VfL Bochum 1848 – Karlsruher SC

Der VfL Bochum 1848 hatte am siebten Spieltag in der zweiten die SpVgg Greuther Fürth zu Gast. Doch die Hausherren sind mit den Gästen nicht zurecht gekommen. So ist der Sieg nach Fürth gegangen.

Im Vonovia Ruhrstadion ist der VfL Bochum 1848 auf die Gäste aus Fürth getroffen. Schon schnell hat hat die SpVgg Greuther Fürth Druck auf die Hausherren aufgebaut. Während es die Bochumer langsam angehen lassen, sind die Kleeblätter von Anfang an hell wach gewesen. Gleich zu Beginn haben sie ihr Spiel aufziehen können, was die Bochumer aus dem Konzept brachte. 

Den Druck vor dem Kasten von Bochums Keeper Manuel Riemann hat die Abwehr nicht in den Griff bekommen. Immer wieder schaffen es die Franken, den Ball abzufangen und erneut vor das Tor zu bringen. So zeichnet sich schnell ab, wer das erste Tor des Tages schießen soll. 

Zwei Treffer für Fürth in Bochum

In der neunten Minute kann Riemman erst den Schuss von Julian Green blocken. Im Nachschuss machen Branimir Hrgota und Sebastian Ernst die Vorarbeit, sodass Paul Segiun den Ball letztendlich im Kasten platzieren kann. 

Von dem Tor beflügelt bleibt das Spiel vor dem Tor der Bochumer, die sich nur mit viel Mühe in die gegnerische Hälfte vorarbeiten können. Aus so einer Situation heraus entsteht in der 34. Minute ein Konter, der ebenfalls zu einem Tor führen soll. Segiun kann den Ball zu Ernst schießen und dieser sprintet vor den Kasten von Riemann. Cristian Gamboa kommt nicht hinterher. Ernst schießt den Ball, Riemann kriegt den Schuss zwar an die Finger, dennoch rutscht das Leder über die Linie. 0:2 für Fürth.

Fürth die bessere Mannschaft

Nach dem Seitenwechsel kommen die Bochumer zwar besser ins Spiel, dennoch stehen die Fürther konstanter in der Defensive und Offensive. Sascha Burchert im Tor der Kleeblätter bekommt nun mehr zu tun. Die Bochumer bekommen gute Chancen, doch treffen letztendlich nicht. Außerdem hat die sich die Mannschaft von Thomas Reis schwer getan, im Spiel umzuschalten. 

Auch die Fürther müssen sich nun etwas mehr vor das Tor des VfL abmühen. Zwar machen sie weiterhin Druck, der VfL hält dieses Mal dem Druck stand. So geht das Spiel mit 0:2 an die SpVgg Greuther Fürth.

Was für eine Saison beim VfL Bochum 1848. Das war ja teilweise nicht zum aushalten. Aber dennoch hat man sich zum Schluss versöhnlich gezeigt. 

Thomas Reis

Thomas reis wird als neuer Cheftrainer des VfL Bochum 1848 vorgestellt.

Dass die Saison in der 2. Fußball Bundesliga beim VfL Bochum 1848 eine Achterbahnfahrt wird, damit hatte ich zwar gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß. Die Spielzeit 2019/20 fing schon gut an, als der VfL am 9. September 2019 den neuen Cheftrainer bekannt gegeben hat. Zuvor hatte Robin Dutt in einer legendären Pressekonferenz nicht nur die Leistung der Mannschaft in Frage gestellt, sondern auch seine eigene.

„Wenn das man nicht nach hinten los geht“, dachte ich damals. Wobei ich und auch viele andere Kollegen den Kern der Aussage am Anfang nicht verstanden hatten. Es ging Dutt darum, dass man, wenn der Verein einem etwas bedeutet, auch Konsequenzen zieht und alles, auch sich selbst in Frage stellen musste. Das ist dann auch passiert, sodass Dutt nicht länger Trainer beim VfL war. Dazu hatte die Mannschaft nach fünf Spieltagen gerade einmal zwei Punkte geholt und stand zu Saisonbeginn gleich im Abstiegskampf. 

Thomas Reis wird neuer Cheftrainer beim VfL

Danny Blum hatte dennoch öfters Grund zum Jubeln beim VfL Bochum 1848.

Als Nachfolger wurde Thomas Reis zurück an die Castroper Straße geholt. Reis, der bis dato nur Co-Trainer in Bochum bei den Profis war,  sollte nun diese trainieren. Man hat ihm nicht viel zugetraut, das muss man schon ehrlich sagen. Denn auch nach den ersten Spielen unter neuer Leitung wurde es nicht besser.

Die Abwehr stand nicht, der Torhüter wollte lieber Feldspieler sein, anstatt seine Bude sauber zu halten. Das zog sich komplett durch. Man brauchte in Bochum schon starke Nerven. Oftmals führte man und verlor das Spiel doch in der zweiten Halbzeit. Kein schöner Anblick. 

Dann kam mit Corona der Lockdown, alles wurde abgesagt. Die Spieler bekamen individuelle Trainingspläne um sich für Tag X fit zu halten. Ab dem 9. Mai rollte der Ball wieder in den Stadien. Der VfL konnte auf einmal konzentriert und konsequent spielen, so dass dieser bis zwei Spiele vor Saisonende als ungeschlagen galt.

Ein versöhnliches Saisonende in Bochum

Dann kamen die letzten beiden schweren Aufgaben mit Greuther Fürth und Hannover 96 auf die Bochumer zu. Hier zeigte sich als Endergebnich ein Untentschieden, womit man aus Bochumer Sicht gut leben konnte. Am Ende befinden sich die Bochumer auf dem achten Platz in der Tabelle, womit man die Saison dennoch positiv beenden konnte.

Es gab keine Relegation, keinen Abstieg und schon gar keinen Aufstieg im Vonovia Ruhrstadion. Zumindest hat man sich gut gerettet, was immerhin schon einmal ein Anfang ist. Aber in der nächsten Saison müssen die Profis auf dem Platz liefern. Denn noch einmal Geisterspiele will keiner haben.

Abschied für den Sommer

Denn unter Ausschluss der Fans konnte der VfL doch Fußball spielen. Eine bittere Pille, wenn man mich fragt. Denn die Zuschauer im Innenraum machen einiges aus. Aber bei den Bochumern sorgen diese für Unsicherheit und Unkonzentriertheit. Und genau diese Unsicherheit gilt es in der nächsten Saison abzustellen. 

Nun heißt es Abschied nehmen von einer Saison, die alles andere als einfach war und unter keinem guten Stern stand. Denn auch der Routinier Patrick Fabian verabschiedet sich nach 20 Jahren im Profi-Geschäft  und hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Dazu sind Verträge ausgelaufen. Diese wurden vorerst nicht verlängert. 

Wer weiß, wie lange Corona einen noch im Blick hat.

Der VfL Bochum 1848 sorgt nach einem guten Start für ein Unentschieden. Der SV Sandhausen hat in der Nachspielzeit für den Ausgleich zum 4:4 gesorgt.

VfL Bochum 1848 – SV Sandhausen 4:4 (2:2, 2:2)

Der 24. Spieltag hatte es in der zweiten Fußball Bundesliga in sich. Vor heimischer Kulisse hat der VfL Bochum 1848 den SV Sandhausen empfangen. Was lange nach einem Sieg des VfL ausgesehen hat, wurde zum Schluss doch ein 4:4 Unentschieden gegen den Tabellennachbarn.

Mit Siegeswillen ist der VfL Bochum aus der Kabine gekommen. Davon hat sich der SV Sandhausen beeindrucken lassen. Denn die ersten Minuten haben ganz klar den Bochumern gehört.

VfL Bochum startet gut

Nach einem verpatzen Elfmeter von Soares, der im Strafraum gefoult worden ist, geben sich die Hausherren nicht auf. Danny Blum ist vor dem Tor, täuscht links an und platziert das Leder in der recht Ecke. Gut zwei Minuten später überwindet Blum erneut Fraisl im Tor des SV. 2:0 für die Bochumer.

Nach diesem Momentum werden die Gäste wach. Sie gehen mehr in die Zweikämpfe und gewinnen diese. Nach 13 Minuten sorgen die Gäste durch Julius Biada zum 2:1. Dadurch verlagert sich das Spiel auf die andere Seite des Feldes und die Mannschaft von Thomas Reis kommt nach und nach in Bedrängnis. Kurz vor der Halbzeit können die Sandhausener noch den Ausgleich erzielen. Auch hier trifft Biada erneut.

Sandhausen dreht das Spiel

So soll es in der zweiten Halbzeit spannend werden. Aber den Anfang machen, wie in der ersten Halbzeit, die Bochumer. Sie kommen frisch und motiviert aus der Kabine. Nach kurzer Zeit trifft Blum erneut. Die Gäste lassen nun Chancen liegen, was sich hinterher im Endergebnis rechen soll. Nach 65 Minuten steht es 4:2 durch Jordi Osei-Tutu. Nun legt der SV noch einmal alles in die Waagschale. Fünf Minuten vor Spielende kann Kevin Behrens das Runde in das rechte, obere Eck befördern und es wird noch einmal spannend in den letzten Minuten.

Die Unparteiischen haben Nachspielzeit von sechs Minuten anberaumt. Nach vier Minuten sorgt Philip Türpitz für den Ausgleich. Die Bochumer hingegen können keinen weiteren Treffer verbuchen und somit endet das Duell mit 4:4.

Tore: 1:0 Danny Blum (6.), 2:0 Danny Blum (8.), 2:1 Julis Biada (13.), 2:2 Julis Biada (44.) 3:2 Danny Blum (49.), 4:2 Jordi Osei-Tutu (65.), 4:3 Kevin Behrens (85.), 4:4 Philip Türpitz (94.)

Weitere Ergebnisse und die Tabelle unter www.bundesliga.com

Montagsspiele sind bei Fans nicht besonders beliebt. Trotzdem ist das Zweitliga Duell des VfL Bochum 1848 gegen den Hamburger SV mit rund 24500 Zuschauern im Vonovia Ruhrstadion ausverkauft gewesen.

VfL Bochum 1848 – Hamburger SV 1:3 (0:0, 1:3)

VfL Bochum gegen Hamburger SV am 3.Februar 2020

VfL Bochum gegen Hamburger SV am 3.Februar 2020

Der VfL Bochum 1848 hat Besuch aus dem hohen Norden bekommen. Zu Gast ist der Hamburger SV gewesen. Bei den Hausherren ist Manuel Riemann, nach einem Ausraster letzte Woche in Bielefeld, gesperrt gewesen. Daher muss Patrick Drewes den Platz von der Nummer Eins im Tor bei den Bochumern einnehmen. 

Nach den anfänglich Feuermaßnahmen mit Rauchentwicklung aus dem Hamburger Fanblock hat der HSV einen deutlichen Spielanteil, wenn das Leder einmal aus dem Mittelfeld herausgeköpft ist. Doch trotz starker Offensive können die Nordlichter keinen Treffer erzielen. Die Bochumer wehren sich. Jedoch haben diese auch ein Problem, den Ball aus dem Mittelfeld herauszubekommen. Ist das Runde einmal in der Angriffshälfte, so sind die Hausherren vor dem Kasten von Daniel Heuer Fernandes zu zaghaft. Der letzte Biss fehlt, den Ball ins Netz zu befördern – oder auch eben eine wache Verteidiung oder ein Torwart, der seine Mannschaft im Spiel halten will. 

HSV braucht einen Ansporn

Nach dem Seitenwechsel wird es turbulent. Tatsächlich starten die Gäste erneut besser in das Spiel, als die Hausherren, aber das Blatt dreht sich. Die Bochumer können nach 68 quälenden Minuten befreien und das 1:0 aufleuchten lassen. Nachdem Soares nicht richtig passt, kann sich Simon Zoller doch den Ball schnappen, vor das Tor laufen und in obere, rechte Eck schießen. 

Von dieser Leistung angespornt, zeigt der HSV, weshalb er so lange in der ersten Fußballbundesliga gewesen ist. Hamburg erhält einen Eckstoß, den Ganvoula erst abblocken kann, aber der Ball zu Tim Leibold fliegt. Dieser wird ohne nachzudenken ins Tor des bis zu diesem Zeitpunkt gut spielenden Drewes geballert. 

Nach dieser Aktion haben die Bochumer hinten in der Verteidigung alles offen gelassen, um offensiv nach Vorne spielen zu können. Doch das ist nach hinten losgegangen. Durch diese Umstellung verliert der VfL Stabilität in der eh schon schwachen Verteidigung, was der Gegner eiskalt ausnutzt. 

Wechsel bei Bochum bringen nichts

Nach dem 1:2 in der 73 Minute wechsel Thomas Reis noch einmal durch. Neuzugang Robert Zulj ersetzt Vitali Janelt. Kurz darauf wechsel Bochums Trainer noch einmal. Dieses Mal verlässt Robert Tesche den Platz und Danny Blum nimmt seinen Platz ein. 

Auch das letzte Tor der Hamburger an diesem Abend istr gut durchdacht. Hier spielen Jung und Schaub sich den Ball zu und sorgen dafür, dass Sonny Kittel freisteht. Als dieser keinen mehr vor sich hat, kriegt er den Ball zugeschossen, zieht selber ab und lässt Drewes zum dritten mal an diesem Abend keine Chance. 

So geht das Spiel, was erst sich durch anfängliche Schwierigkeiten ausgezeichnet hat, zu Gunsten des HSV aus. Die Bochumer sind nun wirklich im Abstiegskampf angekommen. 

Tore:
Simon Zoller 1:0 (65.), Tim Leibold 1:1 (68.), Joel Pohjanpalo 1:2 (73.), Sonny Kittel 1:3 (87.)

>>Tabelle<<

 

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