Die Kölner Haie können sich am Ende gegen die Schwenninger Wild Wings mit 6:5 behaupten. Und doch zeigt das Ergebnis nicht das Spiel.
Am 33. Spieltag in der PENNY DEL 2025/26 bleiben die Kölner Haie an der Tabellenspitze. Gegen die Schwenninger Wild Wings holen die Domstädter einen 6:5-Sieg. Und doch spiegelt das Ergebnis nicht das Spiel wider. Die Wild Wings haben offenbar nichts aus dem Spiel gegen die Iserlohn Roosters gelernt und bleiben erneut im ersten Drittel lediglich Beiwerk.
KEC trifft gleich dreimal gegen Schwenningen
In den ersten 20 Spielminuten wird klar: Die Kölner Haie stehen nicht ohne Grund an der Tabellenspitze der Penny DEL. Die Haie haben einen hier einstudierten Laufweg, während die Schwenninger Wild Wings da weitermachen, wo sie in Iserlohn aufgehört haben. Die Zuordnungen stimmen nicht und sie machen es dem Gegner zu einfach, in die Angriffszone zu kommen. So ist es nicht verwunderlich, dass Tanner Kero bereits in der dritten Spielminute treffen kann. Er schießt den Puck durch die Beine von Michael Bitzer. 1:0 für den KEC.
Auch der zweite Treffer der Domstädter kommt nicht ohne Vorwarnung. Die Wild Wings sind unachtsam und schon findet Maximilian Kammerer eine Lücke und lässt die mit 18600 Zuschauern ausverkaufte Lanxess Arena jubeln. Dann kommt es für die Gäste dicke: Erst muss Alex Trivellato wegen Hakens in der 14. Minute runter vom Eis, dann folgt Thomas Larkin wenige Sekunden später. Die Strafe an Dominik Bokk überprüfen die Unparteiischen per Videobeweis, da es sich um einen Bandencheck gegen Kopf und Nacken handelt. Zwei Minuten für Larkin.
Die doppelte Überzahl bleibt nicht unbestraft. Bokk kann den Spielstand auf 3:0 erhöhen. Schwenningen kommt weiterhin nicht ins Spiel.
Schwenningen trifft zweimal
Nach dem Seitenwechsel kommen die Haie mit Schwung aus der Kabine. Es dauert keine zwei Minuten, bis Maximilian Kammerer den Spielstand auf 4:0 erhöhen kann. Nun wachen die Wild Wings auf. Tyler Spink kann den Spielstand zwar auf 4:1 korrigieren, aber dennoch bleiben die vielen Puckverluste sowie Zuordnungsfehler bei der Mannschaft von Steve Walker deutlich sichtbar. Nach 33 Minuten auf dem Eis wird der Abstand von vier Toren noch einmal hergestellt. Mit der Rückhand kann Frederik Storm den Puck erneut im Netz vom inzwischen frustrierten Bitzer platzieren. 5:1 für den KEC.
Während die Fans in der Lanxess Arena schon von Europa träumen, sind die Haie in Unterzahl aufgrund eines Hakens von Tanner Kero. Diese Chance können die bisher wenig auffälligen Schwenninger nutzen. Larkin kann Juvonen im Haie-Tor erneut überwinden. Mit einem 3:2 geht es in die letzte Drittelpause.
Das letzte Drittel herunterzuspielen, ist ein Fehler
Auch nach der Pause kommt die Mannschaft von Kari Jalonen motiviert aus der Kabine. Frederik Storm kann erneut Bitzer zwischen den Pfosten überwinden und einen Spielstand von 6:2 herstellen. Nach dem Powerbreak steht es nur noch 6:3, da Scheel Juvonen den Puck im Netz platziert hat. Von diesem Treffer scheinen die bis dato unterlegenen Wild Wings doch noch Motivation gefunden zu haben. Und der KEC sich fünf Minuten vor Spielende entscheidet, das ungleiche Duell nur noch herunterspielen zu wollen.
Aufgrund dieses Agierens ist es kaum verwunderlich, dass sich Storm wegen eines Hakens in die Kühlbox begeben muss. Diese Chance wird nun konsequent von den Gästen genutzt. Szwarz kann so das 4:6 aus Sicht der Wild Wings erzielen.
Walker bemerkt an der Bande offenbar, dass nur eine Chance besteht, wenn er Bitzer aus dem Tor nimmt. Anstatt dass die Hausherren ins leere Tor treffen, erzielt Larkin indessen wenige Sekunden vor Spielende den finalen Spielstand von 6:5.
Für die Haie geht es jetzt am kommenden Dienstag, 30.12.2025, zum Derby an den Seilersee. Schwenningen hingegen empfängt den ERC Ingolstadt.
Tore zwischen den Kölner Haien und Schwenninger Wild Wings am 33. Spieltag in der Penny DEL 2025/26
1:0 Tanner Kero auf Vorlage von Kaski und Austin (2:27)
2:0 Maximilian Kammerer auf Vorlage von Tyrväinen und Niedenz (4:14)
3:0 Dominik Bokk (PP2) auf Vorlage von Kemiläinen und Kaski (15:28)
4:0 Maximilian Kammerer auf Vorlage von Aubry und Vittasmäki (21:52)
4:1 Tylor Spink auf Vorlage von Spink und Bassen (22:53)
5:1 Frederik Storm auf Vorlage von Aubry und van Calster (32:39)
5:2 Alexander Karachun auf Vorlage von O’Regan (35:02)
6:2 Frederik Storm auf Vorlage von Müller und Vittasmäki (41:06)
6:3 Felix Maegaard Scheel auf Vorlage von Hübner und O’Regan (48:15)
6:4 Jordan Szwarz (PP1) auf Vorlage von Marshall und O’Regan (56:23)
6:5 Thomas Larkin (Tor mit Extra-Angreifer) auf Vorlage von Tyler Spink und Tyson Spink (59:42)
Weitere Ergebnisse vom 33. Spieltag in der Penny DEL 2025/26
Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers: 5:2
Dresdner Eislöwen – EHC Red Bull München: 2:5
Pinguins Bremerhaven – Löwen Frankfurt: 5:4 (OT)
Straubing Tigers – Iserlohn Roosters: 0:2
ERC Ingolstadt – Grizzlys Wolfsburg: 2:1 (SO)
Augsburger Panther – Adler Mannheim: 2:3 (OT)
Spiele am Dienstag, 30.12.2025 – 34. Spieltag in der Penny DEL 2025/26
Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim
Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen
Pinguins Bremerhaven – Eisbären Berlin
Iserlohn Roosters – Kölner Haie
EHC Red Bull München – Augsburger Panther
Schwenninger Wild Wings – ERC Ingolstadt
Grizzlys Wolfsburg – Straubing Tigers


























