Die Vielseitigkeit bietet viele Facetten. Allerdings sind die Geländeprüfungen für Fotografen am interessantesten. Warum? Das wird in diesem Beitrag erklärt.

Pferdesport ist vielseitig. Eine Disziplin ebenfalls. Denn die Buschreiter verlangen gerade ihren Pferden alles ab. Zwei Disziplinen, Springen und Dressur, sind Teilprüfungen, von denen die Fotografen in der Regel wenig haben. Diese werden explizit in Auftrag gegeben.

Der Parcours und auch die Dressurprüfungen erinnern eher an ein normales L-Niveau. Im Dressur-Teil wird auch nicht auf Kandare geritten, was ein Indiz neben dem Frack für eine Dressurprüfung ist. Im Parcours könnte es ebenfalls ein normaler Springparcours sein, der nicht so hoch gebaut ist. Denn was verlangt wird, sind Bilder, auf denen man die Disziplin zu erkennen ist oder was damit in Verbindung gebracht wird. 

Wasserhindernisse sind nicht nur für Fotografen anspruchsvoll

Vielseitigkeit 1

Das Wasserhindernis ist in der Vielseitigkeit das Spektakulärste. Es bietet auch die interessantesten Motive.

 

Hier sind Wasserhindernisse aufgrund der Dynamik ein beliebtes Fotomotiv für Fotografen. Das Wasser spritzt, Pferd und Reiter müssen sich extrem konzentrieren, nicht nur den richtigen Weg zu finden, sondern auch das nötige Vertrauen zu einander zu haben. Das Pferd muss in das Hindernis hineinspringen und kann den Grund nicht erkennen. Bedeutet: Ein Pferd muss für diese Hindernisse genügend Vertrauen zu seinem Reiter haben und auch Erfahrung mit diesen Hindernissen haben. Außerdem denkt das Pferd selbst mit und sucht den Weg zum nächsten Hindernis.

Auch hier, lege ich den Fokus der Kamera nach Möglichkeit auf das Knie des Reiters und habe ihn mittig gelegt. Hier kann man allerdings nicht unbedingt nach den gängigen Standards gehen. Ein hochgezogener Kopf in diesem Fall bedeutet, das Pferd sucht sich selbst den Weg und muss einmal nachschauen, wo es langgeht. Auch die Position der Beine kann man hier nicht mit den anderen beiden Sparten gleich setzen. Dadurch, dass es feste Hindernisse sind, muss das Pferd auch anders mit den Hindernissen umgehen. Der Busch hat seine eigenen Gesetze und auch  Hindernisse. 

Froschperspektive und Rücken sind ebenfalls gefragte Motive

Vielseitigkeit 2

Die Rückenansicht kann gerade bei Vielseitigkeitsprüfungen gut genutzt werden. Genauso, wie es sich lohnt, mit der Perspektive zu spielen.

Vom Motiv her sind ein- und Aussprünge von Wasserhindernissen, wie schon gesagt, spektakulär. Allerdings bieten auch feste Sprünge auf der Strecke ebenfalls viele Möglichkeiten, gute Motive zu finden. So sind schmale Hecken ebenfalls ansprechend oder Baumstämme, hinter denen Gräben sind, die für das Pferd nicht sichtbar sind. 

Die richtige Perspektive gibt es in der Vielseitigkeit auch nicht. Aus der Froschperspektive geschossene Bilder ziehe ich hier vor. Das Pferd wirkt dadurch dynamischer und der Reiter ist unter dem Helm gut erkennbar. In der Regel hat man hier seinen eigenen kleinen Hocker dabei, da man direkt vor den Zuschauern sitzt und die Perspektive ebenfalls dadurch etwas weiter von unten nach oben gerichtet ist. 

Kameraeinstellungen für die Vielseitigkeit

Ob man nun frontal, seitlich, oder diagonal das Motiv setzt, hängt vom Streckenverlauf sowie der eigenen Position ab. Da das Motiv jedoch generell actiongeladen ist, sind hier sogar Rückenansichten als Symbolbilder gerne genommen. 

Die Kameraeinstellungen müssen auch flexibel sein. Hier ist es stark wetterabhängig. Bedeutet, dass man nicht nur für sich selbst einen Regenschutz dabei haben sollte, sondern auch für die Kamera. Ist es von den Lichtverhältnissen her eher dunkel, dann muss die ISO hochgedreht werden und auch die Blende muss geöffnet werden, um mindestens eine 1/800 Sekunde von der Verschlusszeit her eingestellt sein. Ich persönlich empfehle auch hier mindestens 1/1000. 

Wenn man das beachtet, kann man auch beim ersten Mal gute Bilder hinbekommen. Es gilt hier jedoch: Probieren geht über studieren. 

 

Der Reitsport ist abwechslungsreich. Hierbei findet besonders das Springreiten unter den Fotografen großen Anklang, da temporeich ist. Doch auch hier kommt es auf das Timing an. 

Hoch hinaus, schnell und abwechslungsreich. Das ist Springreiten. Dazu wird diese Disziplin im Fernsehen am häufigsten übertragen. So findet sich hier die größte Medienpräsenz. Auch für Fotografen ist es so, dass diese Bilder vielen Kollegen*innen sehr viel Spaß macht. Aber auch hier gibt es Bilder, die nicht veröffentlicht werden sollten. Denn hier sind Fotos wichtige Bestandteile der Außendarstellung des Reitsports. So muss auf einiges geachtet werden.

dabei wird auf den Bewegungsablauf des Pferdes und die Körpersprache geachtet. Hier gilt, wie bei jedem Sportfoto: Auf das Timing kommt es an. Es gibt hier definitiv Bilder, die man nicht sehen möchte. Doch auch sie werden von Verlagen veröffentlicht. Hier muss der Redakteur besser darauf achten, dass die Bilder ansprechend aussehen und den Sport widerspiegeln, ohne die Tierschützer aufmerksam zu machen. 

Der Bewegungsablauf am Sprung

Springreiten

Bilder, die man vom Springreiten sehen möchte. Eine schöne Springmarnier und ein Reiter, der mit Leichtigkeit durch den parcours navigiert. (JM)

Grundlegend ist es so, dass die Flugphase am interessantesten ist. Hier muss man abwägen, welche Phase man nimmt. Der Absprung ist grundlegend nicht falsch. Hier muss darauf geachtet werden, dass von der Seitenansicht her, der Pferdekopf nicht hinter einem Hindernisständer verschwindet. Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass der Kopf des Reiters sichtbar ist. Dieser darf sich nicht hinter der Mähne oder dem Hals des Pferde verstecken.

Anders sieht es bei Frontalen aus. Hier muss darauf geachtet werden, dass die Hindernisstangen nicht im Weg sind und auch die Mähne nicht das Gesicht des Reiters verdeckt. Ebenfalls können die Beine des Pferdes je nach Winkelung, den Pferdekopf verdecken. Das ist ebenfalls nicht wünschenswert. Ich ziehe es vor, wenn das Hindernis leicht in der Diagonalen zu mir steht, sodass der Sport noch aktiver rüber kommt, als er wirklich ist. 

Der Höhepunkt in der Sprungphase ist, wenn das Pferd parallel zum Boden ist und der Reiter gerade auf dem Tier sitzt. Diese Bilder zeigen zwar ein gutes Timing des Fotografen, aber ich finde sie austauschbar. Nun beginnt die Landephase des Pferdes. Diese zeigt, was für Kräfte auf die Gelenke von Pferd und Reiter einwirken. Besonders deutlich wird es an den Fesselgelenken, wenn diese im Sand versinken. Diese Bilder sollte man vermeiden, es sei denn, es handelt sich um einen Stechparcours, in dem das Pferd während des Sprungs schon auf die Wendung vorbereitet wird. 

Springpferde haben oftmals einen eigenen Kopf

Springreiten

Die Galoppade des Pferdes spielt ebenfalls eine große Rolle beim Springreiten (JM)

Auch auf die Galoppade muss geachtet werden. Hier gilt, wie generell im Reitsport: Das Pferd soll aktiv wirken. Bedeutet: Es soll eine schöne Berg-Auf-Galoppade zu erkennen sein. Diese zeichnet dadurch aus, dass das Pferd mindestens eine Vorderhand in der Luft hat. 

Oftmals ist es so, dass Springpferde die Angewohnheit haben, den Kopf hochzureißen und das Maul auszusperren. Der hochgerissene Kopf zeigt meistens an, dass das Pferd selbst noch einmal Maß nimmt und die Distanz selbst einschätzt. Es entzieht sich ein wenig den Reiterhilfen. Dadurch ist ein Zerren an den Zügeln sichtbar, was das Pferd mit einem schlagenden Kopf und aufgesperrtem Maul quittiert.

Ziel ist es jedoch, eine schöne, gleichmäßige Galoppade und ein Pferd in vernünftiger Anlehnung abzulichten. Hier muss beim Aussortieren der Bilder genau darauf geachtet werden, dass keine Zähne zu sehen sind. Diese sind im Pferdesport nicht gern gesehen, finden aber leider immer öfters den Weg in Fachmagazine.

Wenn der Reiter einen Schiebesitz hat

Springreiten

Auch der Sitz des Reiters spielt bei Bildern eine große Rolle. Dieser sollte nicht schiebend sein und das Pferd sollte sich den Hilfen nicht entziehen wollen. (JM)

 

Jetzt wurde sich sehr viel mit dem Bewegungsablauf des Pferdes beschäftigt. Doch auch beim Reiter sollte man auf einiges achten. Natürlich ist ein konzentrierter Blick  wünschenswert. Allerdings muss, gerade im Stechparcours auch auf die Schenkellage und den Sitz des Menschen geachtet werden. Einen schiebenden Sitz erkennt man sehr gut auf Bildern. Dieser sieht dann aus, wie auf einem Schaukelpferd.

Nach Möglichkeit sollten Reiter und Pferd scharf sein. Dazu lege ich den Fokus am Besten auf das Knie des Reiters. Dann sind zu 99% die Bilder scharf.

Auch bei der Perspektive gilt: Auf Augenhöhe ist besser. Doch das lässt sich nicht immer einhalten. Oftmals steht man leicht erhöhet und nicht direkt im Parcours, so dass man das Reitergesicht aufgrund des Helmschirms nicht immer gut erkennen kann. Hier muss man unter Umständen Abstriche machen, dass die Augen des menschlichen Teils nicht zu erkennen sind. Dann hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man verändert seine Position oder man bleibt da, wo man ist. Das hängt von der Veranstaltung und der Bewegungsfreiheit ab, die einem vor Ort gestattet wird. 

Kameraeinstellungen beim Springreiten

Jetzt ist sehr viel über das Motiv gesprochen worden Eine wichtig Komponente ist natürlich, welche Kameraeinstellungen man nutzt. Grundlegend ist es auch hier wider vom Ort abhängig. Beispielsweise weiß ich, dass es in der Westfalen Halle Dortmund sehr dunkel ist. Hier muss ich die ISO extrem hochdrehen, damit die Bilder einigermaßen hell werden. Dazu muss ich die Blende so weit wie möglich öffnen (ein Objektiv mit f2,8 ist absolut notwendig) und im schlimmsten Fall eine Verschlusszeit von 1/400  und eine Bewegungsunschärfe in Kauf nehmen, die sich in der Nachbearbeitung nur minimal reduzieren lässt.

Bin ich bei strahlendem Sonnenschein draußen, muss ich die ISO runterdrehen, kann die Blende recht klein halten und kann die Verschlusszeit ebenfalls recht hoch halten. Den Fokus muss man so einstellen, dass er mitziehend ist. Hier muss jedoch, um die richtige Einstellung zu finden, gegoogelt werden, da sich die einzelnen Kameramodelle stark unterscheiden. 

Wer am weitesten mit Skiern springt und dann auch noch heile unten an kommt, hat gewonnen. Wenn es dann noch gut aussieht, Jackpot! Doch so einfach ist Skispringen nicht zu fotografieren. Hier trifft man auf das eine oder andere Hindernis. 

„Ziiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeh!“ Diesen Ausruf hört man als Zuschauer bei Fernsehübertragungen, wenn der Skispringer sich die Schanze hinunter stürzt. Auch als Fotograf zittert man im wahrsten Sinne des Wortes mit, wenn es um den Wettkampf geht. Denn die Bedingungen, unter denen Bilder gemacht werden dürfen, sind alles andere als gut. 

man hat mehrere Möglichkeiten, damit man an die begehrten Bilder kommt. Zum einen sind es die Bilder am Schanzentisch, Bilder im Flug und natürlich die in der Landung. jede Fotografenposition hat ihre Vor- und Nachteile. Aber alle haben eins gemeinsam: Es ist kalt.

Unten an der Skisprungschanze

Skispringen

Der Skispringer nach der Landung ist ein gutes Motiv.

Unten angefangen ist man bei der Landung. Diese sollte genau im Telemark oder beim Aufsetzen in den Schnee abgelichtet werden. Natürlich sind hier auch Jubelbilder oder Bilder der Enttäuschung gut zu bekommen. Ebenfalls erhält man hier auch die Bilder des Skispringers ohne Visier, was natürlich immer gut aussieht und diese Bilder sind gerade für das Archiv wichtig. Man hat das Gesicht zu dem Sportler und kann es ggf. auf Anfrage auch verkaufen. 

Beliebt sind ebenfalls Bilder in der Luft. Diese beschreiben den Sport und erklären eine der wichtigsten W-Fragen überhaupt. „Was ist das für ein Sport und wie wird er gemacht?“. Dabei hat man den Athleten frontal im Bild, die Schanze im Hintergrund auch die Landezone im Bild. 

Bilder am Schanzentisch

Skispringen

Hier werden alle W-Fragen beantwortet. Somit ist es als allgemeines Bild ein gutes Motiv.

Am Schanzentisch sollte man schwindelfrei sein. Das ist verdammt hoch. Doch bei dieser Fotografenposition kriegt man auch noch einmal ein anderes Gespür für den Sport. Man schaut ins Tal rein und hat einen guten Blick auf die Zuschauer. Als Motiv eignet sich ein Bild vom Springer vor dem Start, in der Spur und auch am Schanzentisch. Hier kann man etwas mit dem Motiv spielen, sofern man als Fotograf eine entsprechende Position eingenommen hat. 

Jedoch hat man in den meisten Fällen den Sportler am Schanzentisch ab einem bestimmten Punkt nur noch in der Rückansicht. Aber hier ist es möglich, den Protagonisten genau beim Absprung zu erwischen. Je nach Position kriegt man diese Bilder auch frontal hin.

Technische Aspekte

Was die technischen Aspekte angeht, so hat man nicht viel Auswahl. Je nachdem, wo man steht, braucht man ein 400 mm-Objektiv, um das Motiv doch noch genau zu erwischen. 200 mm sind etwas knapp bemessen, aber machbar. Objektive bis 200 mm sind am Schanzentisch zu empfehlen – wobei je nach Standort und unter 50 mm sinnvoll sind. 

Die Kamera muss einiges abkönnen. Zum einen muss sie ein geringes Bildrauschen haben, wenn man unter Flutlicht fotografiert und zum anderen muss hier der Weißabgleich tadellos funktionieren. Denn Schnee ist weiß und sollte nicht gelb aussehen. 

5 Tipps für Skisprungbilder

  • aufgrund der Kälte mindestens ein weiterer Akku
  • mehrere Objektive mit verschiedenen Brennweiten
  • Bilder vom Schanzentisch und aus dem Flug sind toll
  • Bilder des Athleten ohne Visier 
  • warme Kleidung 

 

Ein Foto sagt mehr als 1000 Worte. Das stimmt und das gilt auch für Sportfotografie. Dabei gibt es einiges zu beachten, damit es gutes Foto wird. 

In dem ersten Beitrag zu „How to Sportfotografie“ habe ich ein paar kleine Hinweise gegeben, worauf geachtet werden muss. Diese werde ich hier in diesem Beitrag vertiefen, ergänzen und aktualisieren. Das hat den einfachen Grund, dass es viele Dinge gibt, auf die bei der Sportfotografie geachtet werden muss. Hier geht es um den Inhalt und Bildaufbau, der wichtig ist. 

Sportfotografie und W-Fragen

Los geht es mit den W-Fragen eines Bildes. Ja, diese Fragen müssen bearbeitet werden. 

  • Wer
  • Was 
  • Wann
  • Wo 

Die Frage „Wer ist auf dem Foto zu sehen?“ kann man meistens erkennen oder sie wird in der Bildunterzeile beantwortet. In ihr steht, wer auf dem Foto zu sehen ist. „Was?“ ist hier schon anders zu beantworten. Hierbei geht es um die Aktion, die auf dem Bild gezeigt wird. Speziell auf den Sportbezogen heißt das: Die Sportart muss zu erkennen sein.

„Wo?“ kann auch nicht immer beantwortet werden – zumindest auf dem Bild selbst. Doch meiner Erfahrung nach kann man das anhand der Trikots oder der Umgebung ganz gut beantworten. Die Antwort auf die Frage „Wo findet es statt?“ kann nicht immer beantwortet werden, wenn man eine Detailaufnahme hat und der Hintergrund nicht erkennbar ist. Dann wird diese Frage dann in der Bildunterzeile beantwortet. 
Ebenfalls ist die Frage „Wann hat es stattgefunden?“ auf den Bildern nicht zu beantworten. Hier greift die „Wo?“ und beantwortet diese. Den Rest findet man in der Bildunterzeile und in den IPTC-Daten. 

Fotos transportieren Informationen

Sportfotografie und ihre Grundlagen

Torjubel Vfl Bochum nach dem 1:0
VfL Bochum 1848 gegen FC Bayern Muenchen in der zweiten Runde vom DFB Pokal im Vonovia Ruhrstadion, Bochum 29.10.19

Was tun Fotos, außer Informationen liefern, was gerade passiert? Sie liefern Emotionen. Somit sind Jubelbilder ebenfalls immer willkommen. Läuft es nicht so gut, dass dürfen es auch gerne Bilder sein, die enttäuschte Gesichter zeigen. An einem Beispiel erklärt: Niedergschlagene Spieler des FC Bayern München nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel sind hier wesentlich wichtiger, als Bilder aus dem Spiel. Warum sind diese Bilder wichtiger als Spielszenen?

Hier geht es um ein Ereignis, womit niemand gerechnet hat. Sicherlich auch wichtig, jubelnde Kieler, die sich über ein weiterkommen freuen. Doch das ist nur für die lokale Berichterstattung interessant, da die Mehrheit der Kollegen sich darüber freuen wird, schreiben zu können, dass die Bayern gescheitert sind. jedoch muss man hier beide Seiten abdecken und auch Bilder von beiden Seiten haben. Jubelnde Kieler und gescheiterte Bayern. 

Die richtige Motivauswahl 

Auch muss man sich Gedanken über die Ansicht des Protagonisten machen. Zeigt man ihn frontal, von der Seite oder

Rückenansichten sin im Reitsport für Ankündigungen gut.

Rückenansichten sin im Reitsport für Ankündigungen gut.

doch die Rückenansicht? Grundlegend kann man diese Motive nicht beeinflussen. Doch verlangt werden Bilder, bei denen die Spieler von Vorne in Aktion zu sehen sind. Sie kommen aktiv auf einen zu. Im Fall von Mannschaftssportarten sollte auch im besten Fall der ball/Puck auf dem Bild zu sehen sein. Hier gibt es Ausnahmen, die gleich noch erklärt werden. Rückenansichten sollten vermieden werden, da die Protagonisten nicht aktiv auf einen zu gehen. Das ist ein weiterer Punkt, der beachtet werden muss. Das Sportfoto muss eine gewisse Aktivität zeigen.

Eine Ausnahme ist der Reitsport, bei dem man auch die Rückansichten fotografieren kann. Diese Bilder werden gerne für das Archiv genutzt, wenn es darum geht, die Veranstaltung anzukündigen oder ein allgemeines Bild gebraucht wird. Bei Mannschaftssportarten  werden in der Regel nur Rückenbilder genommen, wenn es darum geht, ob es Tor geschossen wurde oder nicht. Dann werden diese Bilder auch genommen, sonst ist die Tendenz eher, dass diese nicht verwendet werden. 

No-Go’s in der Sportfotografie

Abgeschnittener Kopf

VfL SparkassenStars Bochum – ART Giants Duesseldorf 02.01.2021 –
(Foto: Jenny Musall / DeFodi)

Ein weiteres No-Go sind abgeschnittene Köpfe. Diese Bilder können gelöscht werden. Am besten fotografiert man, wenn man einen gewissen Ausschnitt braucht, diesen gleich so, dass nicht mehr viel bearbeitet werden muss. Ein weiteres Beispiel sind Zweikämpfe im Mannschaftssport, wenn einem Spieler der Kopf fehlt, ist dieses Bild in der Regel nicht zu gebrauchen, es sei denn, es wird am Rechner so zugeschnitten, dass nur noch ein Spieler zu erkennen ist. Jedoch sollte man es vermeiden, kopflose Bilder zu verwenden, denn der Kopf gilt als das Körperteil, über den man Menschen identifiziert und auch die Emotionen ablesen kann. 

Betrachtet man nun das Motiv des Bildes genauer, so gibt es mehrere Möglichkeiten. Ganz klassisch ist das Porträt. Egal, ob es nun leicht von der Seite oder frontal gemacht wird. Das Bild soll den Protagonisten des Textes darstellen und entsprechend  wirken. Je nach Aufbau des Textes ist ein lachendes oder ernstes Gesicht. Diese Bilder transportieren die Emotionen der Person auf dem Foto. Sie kann auch ernst sein, wenn es darum geht, ob jemand fokussiert ist, oder nicht. 

Aktivität sieht man auf den Bildern

Was  immer geht, ist ein Foto auf dem eine Person etwas tut. Beispielsweise ein Fußballspieler im Heimtrikot mit Ball als Ganzkörperporträt. Wichtig ist dabei, dass der Hintergrund möglichst neutral ist. Diese Bilder sind gut für das Archiv und werden gerne genommen, wenn jemand seinen Arbeitsplatz wechselt. Diese sogenannten Stockfotos sollten so fotografiert sein, dass sie im Hoch- und Querformat nutzbar sind. Dabei ist es gut, wenn man darauf achtet, dass man auch Aktivität auf dem Foto sieht. Ein Sportler tut während seiner Tätigkeit nicht nichts. Er ist immer aktiv und das sollte man auch auf den Bildern sehen. 

Schaut man sich nun die Position der Personen auf dem Foto an, so gibt es mehrere Dinge, wie das Bild aufgebaut sein kann. Es gibt Verwerter, die ziehen es vor, wenn viel Futter um das Motiv herum ist. So kann es in der Zeitung besser angepasst werden. Das heißt, aus einem 3:2-Format kann schnell ein 16:9-Format gemacht werden. Am besten ist es ebenfalls, wenn das Bild nicht im goldenen Schnitt fotografiert worden ist, sondern das Motiv mittig angelegt ist. Hier kann der Redakteur in der Redaktion selbst entscheiden, wie er das Motiv setzt. 

Diese theoretische Reihe wird einmal im Monat fortgesetzt. Im nächsten Monat geht es dann um den Goldenen Schnitt und die Perspektiven, aus denen fotografiert wird.

Instagram und der Algorithmus. Da gehen oftmals Beiträge verloren. Was kaum jemand weiß, das Netzwerk hat eine Funktion, bei der man Benachrichtigungen erhält, wenn bestimmte Personen einen Beitrag gepostet haben. Das habe ich getestet und ein Fazit gezogen.

Social Media: Instagram

Die Glocke auf Instagram aktivieren, ist noch nicht lange möglich. (Screenshot: JM)

Zu gegeben, er hat mich oftmals wahnsinnig gemacht. Der Algorithmus von Instagram. Mir wurden Beiträge von Personen nicht angezeigt, von denen ich etwas mitkriegen will. Durch Zufall habe ich es dann auf einem anderen Profil in der Story gesehen. Man kann sich auch neue Beiträge von Personen anzeigen lassen, von denen man etwas mitbekommen will.

Ob man den Algorithmus austricksen kann? Dieser Frage bin ich an dieser Stelle nachgegangen. Von Youtube kennt man es ja bereits, dass man die Glocke aktivieren kann. Dann erhält man auch eine Push-Nachricht auf das Smartphone, dass die Person etwas geteilt hat. 

Dieses Prinzip hat jetzt auch Instagram aufgegriffen. Glocke aktivieren und dann erhält man die News sofort. Ich bin neugierig geworden und habe es dann auch selbst einmal ausprobiert – bei allen Konten, denen ich auf Instagram folge. Letztendlich ist der Display meines Handys und bestimmten Zeiten nur noch aufgeleuchtet und das Geklingel ist mir irgendwann auf die Nerven gegangen.

Daher habe ich diese Einstellung rückgängig gemacht. Dennoch habe ich mitbekommen, wer wann was postet und auch wann die meisten User online sind. Daher finde ich diese Funktion bei gewissen Personen nicht schlecht. Für alle Konten, denen man folgt, ist das ein wenig zu viel. 

Auch Facebook hat inzwischen eine Funktion bei Gruppen. Diese kann man auch abonnieren. Während Instagram jedes einzelne Posting generell anzeigt, ist es bei den Facebook-Gruppen anders. Hier kann man sich nun seit einiger Zeit Highlights, Beiträge von Freunden oder jeden einzelnen Post anzeigen lassen und erhält eine Benachrichtigung. Auch hier habe ich inzwischen die Abonnements ausgeschaltet, da es einfach zu viel ist. Zumindest bei den großen Gruppen, die gerade nicht relevant sind. 

Ein kleiner Hack für Facebook

Social Media: Facebook

Die Gruppenbenachrichtigung ist auch bei Facebook ein sinnvolles Tool, um genau das mit zu bekommen, was man will. Dafür geht man auf die Gruppe, klickt auf die drei Punkte, dann erscheint das Fenster mit den Einstellungen. (Screenschot: JM)

Bei Facebook kann man sich ebenfalls aussuchen, welche Freunde einem direkt angezeigt werden sollen. Geht man auf das Profil des Freundes und wählt dann das kleine Männchen aus, kann man sich diese Person als Favorit anzeigen lassen. 

Auch Facebook-Seiten können beeinflusst werden. Hier geht man auf dem Seitenprofil auf die drei Punkte und dann kann man auch selbst definieren, was man sehen möchte. Hier stehen ebenfalls die Einstellungen „Standarteinstellungen“, „Snooze“, „Favoriten“ und „Aus“ zur Verfügung. Damit soll der eigene Newsfeed entschlackt werden und man soll wieder mehr Einfluss auf den eigenen Feed haben. 

Was bringt einem also das abonnieren von Postings in Gruppen oder Personen? Man bekommt sehr viel mit und auch Dinge, die man sehen möchte. Auf der anderen Seite bekommt man weniger mit – vor allem Dinge, die wichtig sein könnten. 

Neue Social Media Funktionen sollen den Feed entschlacken

Letztendlich muss jeder selbst für sich entscheiden, wie er seinen Feed beeinflussen möchte. Doch so ganz wird das nicht funktionieren, denn der Algorithmus von Facebook hat dazu gelernt. Er weiß, was uns gefällt und was nicht. Er merkt sich, mit wem wir oft kommunizieren, wo wir auf „Gefällt mir“ klicken oder anderweitig reagieren. Dadurch entsteht schnell eine Bubble von gleichgesinnten Personen. So entsteht der Eindruck, dass man nur von gleichdenkenden umgeben ist. 

Postet jetzt jemand anderes seine Meinung darunter, die nicht der eigenen entspricht, kommt es zu Stress unter den Nutzern. Es entstehen hitzige Diskussionen, weil der Algorithmus es zugelassen hat, dass jemand etwas anderes schreibt. Diese Bubble sorgt dafür, dass die Menschen immer heftiger aufeinander losgehen und jeder Recht haben will. Denn wer die meisten Likes unter seinem Kommentar hat, hat automatisch recht. 

Zumindest laut dem Algorithmus von Facebook. Denn Likes und Kommentare sind für ihn ein Zeichen von Relevanz. Deshalb wird dieser Beitrag öfters ausgespielt, als andere. Was kann man also tun? man hat es selbst in der Hand, wie Facebook den eigenen Feed beeinflusst, in dem man ihn selbst durch sein eigenes Verhalten beeinflusst. Nur dann kriegt man wirklich das mit, was man auch mitbekommen möchte.

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