Am vergangenen Wochenende haben in den Golfclubs die Clubmeisterschaften stattgefunden. Bei den Golferinnen und Golfern aus Castrop-Rauxel hat es erst danach ausgesehen, dass sich bei den Herren der Meister im letzten Flight verbirgt. Doch es sollte alles anders kommen. 

Die Golfer aus Castrop-Rauxel haben nun neue Clubmeister. Einer von ihnen hatte sich schon beim Pro-Turnier eine Woche vorher als Favorit herausgestellt. Paul Klostermann hatte bei eben diesem Turnier einen neuen Platzrekord aufgestellt und 6 unter Platzvorgabe gespielt. Damit hatten ihn alle auf dem Zettel. Auch der Clubmeister von 2019, Julian Freiesleben, sagte zuvor: „Mit Paul muss man rechnen. Er hat ein unglaublich gutes Pro-Turnier gespielt und spielt generell ein sehr gutes Golf“. 

Spannung am Sonntagabend in Castrop

Auch dem anspruchsvollen C-Kurs sollte am Sonntagnachmittag die Entscheidung fallen. Der vorletzte Herren Flight hatte auf das führende Trio etwa zehn Schläge Rückstand, so dass sich Paul Klostermann kaum noch Hoffnungen auf den Titel gemacht hatte. Doch der Flight um Julian Freiesleben, Ruben Shephard und Marcel Janczak machte es sehr spannend. Am finalen Loch sollte es sich entscheiden, wer Clubmeister wird. Hier brauchte jeder von den drei Spielern ein Birdie, um sich den Titel zu holen. Doch es hat nicht sein sollen. Jeder brauchte einen Put zu viel, so dass sich der neue Clubmeister nicht auf dem Platz befand.

Stechen bei den Herren und ein Vorsprung bei den Damen

Mit 14 Schlägen über Par holte sich der 18-Jährige Klostermann den Titel. Nur einen Schlag dahinter holte sich Dan Gers den Vizemeister. Zwischen Ruben Shephard und Julian Freiesleben wurde gestochen. Hier wurde die letzte Runde gewertet. Hier setzte sich der gerade einmal 15-Jährige Shepard durch und sicherte sich den dritten Rang. 

Bei den Damen war es hingegen eindeutiger. Hier konnte sich Kim Böhm mit einem komfortablen Vorsprung holen. Die neue Clubmeisterin bei den Damen benötigte 238 Schläge und spielte 22 über Par. 13 Schläge dahinter reiht sich Karin Langeauer ein. Sie hat 251 Schläge benötigt und 35 über Par gespielt. Mit 254 Schlägen und 38 über Par sicherte sich Dorothea Mosgalik den dritten Platz bei den Clubmeisterschaften 2020 in Castrop.

Dieser Sieg im Allianz-Preis beim „Aachen International Jumping“ war eine niederländisch-brasilianische Co-Produktion. Denn die entscheidenden Hinweise bekam Sieger Maikel van der Vleuten vom brasilianischen Reiter Marlon Modolo Zanotelli. Zweiter wurde Schwedens Henrik von Eckermann vor Julien Epaillard aus Frankreich.

Dem Sieger gratulieren Oliver Leber, Leitung Vertriebsdirektion Köln der Allianz und Stefanie Peters, Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V.. Foto: Aachen International Jumping/ Arnd Bronkhorst

Dem Sieger gratulieren Oliver Leber, Leitung Vertriebsdirektion Köln der Allianz und Stefanie Peters, Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V.. Foto: Aachen International Jumping/ Arnd Bronkhorst

Es war ein XXL-Stechen mit 21 Paarungen, schwierig, sich da eine Taktik zurechtzulegen. Dazu kam: „Ich konnte kaum etwas vom Stechen sehen“, so Maikel van der Vleuten. Super, wenn man da gute Kumpels hat, denn „mein Freund Marlon Zanotelli hat mir noch Tipps gegeben“, so van der Vleuten. Maikel van der Vleuten kennt Aachen bestens, etliche Male ist er beim CHIO gestartet, aber eben drüben im Hauptstadion und natürlich auf Gras. „Aber das Deutsche Bank Stadion ist auch toll und obwohl nur so wenige Zuschauer zugelassen waren, war die Atmosphäre super. Alle Reiter haben es genossen, wieder hier zu sein“, so der Niederländer. Van der Vleuten siegte im Sattel des zehnjährigen Beauville Z, den er zum ersten Mal mit nach Aachen gebracht hat – „für den CHIO war er bislang zu unerfahren, aber zukünftig wird er mir noch richtig viel Freude machen.“

Mit Peter Pan kam Henrik von Eckermann auf Platz 2, „klar hätte ich auch gerne gewonnen“, schmunzelte der Schwede. Aber zweimal habe er auch Glück gehabt, „da haben wir die Stange touchiert, und wenn du dann unter 21 Startern im Stechen Zweiter wirst, ist das doch klasse.“ Julien Epaillard war rundum glücklich, vor allem die Atmosphäre hatte es ihm angetan: „Das war richtig klasse, eine Freude, hier zu reiten“, so der Franzose, der Safari D Auge mit nach Aachen gebracht hatte.

Bester Deutscher war Altmeister Ludger Beerbaum, der mit seiner erst achtjährigen Stute Mila auf Platz 6 ritt. „Da hätte ich nie und nimmer mit gerechnet, hier gegen die ganzen Banausen als bester Deutscher aus dem Parcours zu gehen“, schmunzelte Beerbaum. Und man merkte ihm an, wie sehr auch nach all‘ den Jahren im Profizirkus noch das Feuer in ihm brennt: „So ein Pferd auf dem Weg nach oben begleiten zu dürfen, das ist etwas ganz Besonderes.“

Glückliche Gesichter auch bei den Organisatoren: „Es waren fantastische drei Tage. Wir waren sehr froh, wieder ein Turnier organisieren zu können. Hier wieder großen Sport zu erleben, war gut für den Reitsport, aber auch gut für das Herz. Nun schauen wir nach vorne: In 292 Tagen beginnt der CHIO Aachen. Hoffentlich im Hauptstadion unter normalen Bedingungen.“

Eine besondere Überraschung gab’s dann noch für den Sieger: Die niederländische Nationalhymne wurde bei der Siegerehrung live gespielt vom Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Aachens Generalmusikdirektor Christopher Ward – würdiger Abschluss eines Turniers, bei dem irgendwie alles anders war und „wir alle superhappy sind, dass die Aachener das hier gemacht haben“, so Beerbaum. pressemitteilung

Die deutschen Top-Reiter machten es spannend im STAWAG-Preis, der wichtigsten Prüfung am Samstag beim Aachen International Jumping. Letztlich siegte Christian Ahlmann vor Daniel Deußer, Steve Guerdat aus der Schweiz wurde Dritter.

Stawag Preis

Dem Sieger Christian Ahlmann gratulieren STAWAG-Vorstand Dr. Christian Becker und die Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins Stefanie Peters. Foto: Aachen International Jumping/ Arnd Bronkhors

Die Stimmung war großartig am zweiten Tag des Aachen International Jumping. Immerhin 300 Zuschauer dürfen ins 6300 Besucher fassende Deutsche Bank Stadion, sie machten aber ordentlich Lärm und sorgten so für einen würdigen Rahmen auf dem altehrwürdigen Turniergelände in der Aachener Soers. Kein Wunder, dass der Sieger es „einfach nur unglaublich schön“ findet, in Aachen reiten zu können. „Es ist toll, wieder hier zu sein, ein Riesendankeschön an die Veranstalter“, so Christian Ahlmann. Zuvor hatte er es im Sattel von Mandato van de Neerheide mächtig spannend gemacht. Insbesondere vor dem dritten Sprung im Stechen „wusste ich nicht, was ich wollte, aber Mandato hat das dann übernommen, keine Ahnung, wie wir da rübergekommen sind“, schmunzelte Ahlmann nach dem Wackler. Mit dem Sieg hat Ahlmann sich auch selbst überrascht, denn mit seinen acht Jahren sei Mandato noch sehr jung. Vielleicht ein Rolex Grand Prix-Sieger für die CHIOs der Zukunft.

A propos Rolex Grand Prix: In Aachen Zweiter zu werden, das kennt Daniel Deußer schon vom CHIO Aachen 2019, damals landete nur Kent Farrington aus den USA vor „Doppel-D“. 0,26 Sekunden lag Deußer mit Kiana van het Herdershof am Ende hinter Ahlmann. Auf Platz 3 sprang der Weltranglistenerste Steve Guerdat aus der Schweiz mit Bandit Savoie. 12 Reiter hatten es ins Stechen um den STAWAG-Preis geschafft. Morgen dann ab 14.45 Uhr das große Finale mit dem Allianz-Preis, der WDR überträgt ab 15 Uhr live, das ZDF zeigt ab 17.10 Uhr eine Zusammenfassung.

pressemitteilung

Es war fraglich, ob das Longines Balve Optimum auch in diesem Jahr stattfinden kann. Da waren sich alle Beteiligten einig. Doch in welchen Umfang, das Turnier im Sauerland stattfinden würde, war nicht bekannt. Nun hat sich der Veranstalter zu Wort gemeldet.

isabel Werth mit Emilio bei den Deutschen Meisterschaften beim Longines Balve Optimum.

Isabell Werth mit Emilio auf der Ehrenrunde
Siegerehrung Longines Grosser Optimum Preis praesentiert durch das Land Nordrhein-Westfalen Nat. Dressurpruefung Kl. S**** – Grand Prix Kuer, Finale Deutsche Meisterschaften
16.06.2019

2020 ist das Jahr der Veranstaltungsausfälle. Die Corona-Pandemie stellt alles auf die Probe und sorgt für eine Menge Absagen von Veranstaltungen. Davon ist auch das Longines Balve Optimum betroffen. Nach der Absage im Mai standen die Ausrichter der Deutschen Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter vor einer Herausforderung, das Turnier wie geplant in der Zeit vom 18. September bis zum 20. September nach zu holen. Die Corona-Auflagen machten es nicht einfach. So wurde nun ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für bis zu 1000 Zuschauern eingereicht – doch das hat die zuständigen Behörden nicht überzeugt.

Dennoch freue man sich, zumindest die Deutschen  Meisterschaften der Dressurreiter ausrichten zu können.  Denn in Grand Prix, Grand Prix Special und Kür könne man die Meisterschaften stattfinden lassen.

Meister in der Dressur werden gesucht

„Wir möchten ein elegantes und atmosphärisch wunderschönes Dressurfestival am Schloss Wocklum organisieren, in dessen Mittelpunkt die Deutschen Meisterschaften Dressur stehen. Dies ist unser Anspruch und hoffentlich bis dahin auch für mehr als 300 Besucher möglich. Bis zum Schluss haben wir versucht, zu verhindern, was nun eingetreten ist – die Deutschen Meisterschaften im Springreiten werden leider in diesem Jahr nicht stattfinden“, erklärt LONGINES BALVE OPTIMUM-Veranstalterin Rosalie Freifrau von Landsberg-Velen im Namen der Turniergemeinschaft. Das Turnier sei wirtschaftlich mit maximal 300 erlaubten Zuschauern nicht tragbar. Die Veranstalter hoffen nun auf geänderte Corona-Schutzmaßnahmen, die sich alle zwei Wochen ändern können. 

Alle bisher erworbenen karten behalten für das Jahr 2021 ihre Gültigkeit. Weitere Details sollen in den nächsten Wochen folgen. Man hoffe, dass es unter Umständen für die Deutschen Meisterschaften der Dressurreiter eine Tageskasse einrichten kann. 

Der Komet Neowise ist aktuell auch mit bloßem Auge sichtbar. Am 23. Juli 2020 ist der Himmelskörper der eigentlich C/2020 F3 heißt, am nähsten. 

Aktuell bietet sich ein Schauspiel am Nachthimmel. Ab etwa Mitternacht ist der Komet Neowise sichtbar. Und das noch  bis Ende des Monats. Das lockt natürlich viele Fotografen nachts aus den Betten, um das seltene Himmelsschauspiel abzulichten. Dafür ist eine hohe Lage gut – am Besten natürlich auch noch weit abseits der Städte. Doch das ist nicht immer gegeben. Daher ging es für mich auf den Bochumer Tippelsberg. 
Natürlich waren dort auch einige andere Fotografen und man kommt doch nach einer Weile ins Gespräch. Wie man was am besten fotografiert und wo man die beste Sicht auf den Himmel gibt. 

Zurück zum Kometen. Entdeckt wurde dieser am 27. März 2020 im Rahmen des Projekts NEOWISE (Near-Earth Object Wide-field Infrared Survey Explorer) entdeckt. Er befindet sich im Sternenbild des Puppis (Achterdeck des Schiffs) am Südhimmel entdeckt. Der offizielle Name des Kometen lautet C/2020 F3. 

Nachdem er immer sichtbarer wird, ist er der Erde am 23. Juli 2020 am Nähsten. 

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