Nach gerade einmal zehn Tagen hat die Revanche der EN Baskets Schwelm gegen die VfL SparkassenStars Bochum angestanden. Dieses Mal haben sich die Bochumer Basketballer deutlich durchgesetzt.

VfL SparkassenStars Bochum gegen EN Baskets Schwelm

VfL SparkassenStars Bochum – EN Baskets Schwelm – 20.02.2021
(Foto: Jenny Musall / DeFodi)

Spieltag 19 am Samstag Abend in der 2. Barmer Basketball Bundesliga ProB Nord. In der Bochumer Rundsporthalle hat an diesem Abend des 20. Februar 2021 die Revanche der EN Baskets Schwelm angestanden. Die Schwelmer hatten mit der Mannschaft von Felix Banobre noch eine Rechnung offen. „Bochum hat Qualität in der Mannschaft und so wussten wir, dass es schwer wird“ sagt Falk Möller, der die Schwelmer auf den Tabellenersten eingestellt hat. 

Denn das Low-Score Spiel mit 51:57 vor zehn Tagen haben sich die Bochumer dennoch zwei Zähler gesichert und sich somit den Hauptrundensieg sowie die Play Offs gesichert. Die Hausherren wollten sich nicht noch einmal die Zonenverteidigung der Mannschaft aus dem Ennepe-Ruhrkreis aufdrängen lassen und stattdessen mit Fast-Breaks schnell spielen. „Das ist ihre Natur“, so Möller. 

So fehlt auf Seiten der SparkassenStars immer noch Elijah Allen aufgrund einer Knieverletzung und Marco Buljevic, der sich im Aufbautraining befindet. 

SparkassenStars liegen nach 20 Minuten vorn

Die ersten 20 Minuten haben die Gastgeber bereits das Tempo vorgegeben. Sie haben bereits zu diesen Zeitpunkt des Spiel mehr Turnover auf das Parkett gebracht, als die äste aus dem Ennepe-Ruhr Kreis. Zwar haben die Basktes nach und nach besser ins Spiel gefunden, doch die Bochumer haben die erste Halbzeit mit 53:39 bereits deutlich für sich entscheiden können. 

Das dritte Viertel haben die SparkassStars ebenfalls für sich entscheiden können. 29:22 ist das Ergebnis aus diesen zehn Minuten. Der Schlussabschnitt hingegen startet für beide Seiten holprig. Erst nach zwei Minuten fällt der erste Korb. Khartcherov foult Behr, der für den VfL zwei Freiwürfe erhält. Mit zwischendurch mehr als 20 Punkten Vorsprung wird für die Schwelmer klar, dass sie hier nichts holen können. So geht das Derby zwischen Bochum und Schwelm mit 94:75 zu Ende. 

Forentino: „Bochum starkes Team.“

„Wir haben leider verloren. Bochum ist ein starkes Team. Wir haben alles gegeben, aber unsere Wurfquote war leider nicht so gut“, sagt Dario Forentino von den EN Baskets Schwelm. Dennoch habe die Mannschaft das gespielt, was sie sich vorgenommen hatten. Nun liegt der Fokus auf den nächsten Samstag, wenn es Zuhause gegen die ART Giants Düsseldorf geht.

„Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Wir wollten uns im Vergleich zu Hinspiel verbessern und das haben wir geschafft. Unser Plan in der Verteidigung ist aufgegangen. Wir haben zwar immer noch einige Fehler gemacht, an denen wir in Zukunft arbeiten müssen, aber das ist normal“, sagt Bochums Head Coach Felix Banobre nach dem Sieg. Ein wichtiger Punkt sei es gewesen, dass der VfL das Spiel von Anfang an kontrolliert hat. „Jetzt können wir uns mit den weiteren Details beschäftigen, um uns als Team zu verbessern. Ich bin glücklich über den Sieg und fokussiere mich jetzt auf Iserlohn“, so Banobre abschließend.

Journalisten wird oftmals vorgeworfen, für einige gute Story machen sie alles. Ihnen fehlt es an Ethik und Moral. Doch das stimmt nicht. Was viele nicht wissen, es gibt auch ethische Grundsätze, denen sich ein Journalist zu unterwerfen hat. 

Pressekodex und Ethik

Oftmals hat man als Nutzer das gefühl, dass nur noch Clickbaiting betrieben wird und die Ethik vergessen wird. Grafik: symbolisch, JM

Wer die Berichterstattung zur Geiselnahme von Gladbeck im Kopf hat, wird wissen: Zu diesem Zeitpunkt haben Journalisten alles für eine gute Story getan. Sie haben sogar im Auto der Geiselnehmer gesessen und mit den Geiseln Interviews gemacht. Das war eine der Auslöser dafür, dass über ethische Grundlagen für die Presse gesprochen wurde.  

1956 erschien die „Richtlinien für die publizistische Arbeit nach Empfehlungen des Deutschen Presserats“, bei dem der Presserat erstmals Beschwerden eingereicht werden konnten. Doch  das System hatte einen Nachteil: Es sorgte dafür, dass aus Beschwerden Fälle wurden und diese zur Richtlinie wurde. Erst, als festgestellt wurde, dass sich die Beschwerden wiederholten, wurden nach und nach einheitliche Richtlinien erstellt. Seitdem 1973 der Pressekodex in Kraft getreten ist, wurden diese Richtlinien in den immer noch geltenden Kodex eingearbeitet und finden heute immer noch Anwendung.

Geschichte des Pressekodex

Die Punkte Diskriminierung, Recherche und Interviews wurde 1989 in den Kodex aufgenommen. Bereits 2001 wurde der Datenschutz in die Richtlinien eingebunden. 2017 wurden die Richtlinien zum letzten Mal aktualisiert, in dem es eine Regelung zur Nennung von herkunftsorten von Straftätern gegeben hat.

Von Beginn an wird der Kodex in regelmäßigen Abständen aktualisiert und die vollständige Geschichte gibt es hier zu lesen. 

Neu ist ebenfalls, dass es nun auch eine Richtlinie für Onlinemedien wie Social Media und Blogs gibt. Auch sie unterstehen dem Presserat. Dafür gibt es ebenfalls eigene Richtlinien, die sich kaum von denen für Journalisten unterscheiden. 

Jeder kann beim Presserat Beschwerde einreichen

Verfehlt jemand in seiner Berichterstattung in den Augen eines Konsumenten den Sinn und Zweck der Berichterstattung, so kann man beim Presserat eine Beschwerde einreichen. Jedoch überprüft der Presserat nicht, ob ein rechtliches Vergehen vorliegt und kann auch keine Schadensersatzforderungen und Gegendarstellungsforderungen aussprechend, sondern prüft anhand seiner eigenen Leitlinien, ob die Beanstandung korrekt ist. Im Falle einer berechtigten Meldung spricht der Presserat eine Rüge aus.  

Hierbei gibt es verschiedene Varianten:

Quelle: Presserat

Doch an was wird nun geprüft, ob eine Verfehlung Seitens Journalisten vorliegt? Hierfür gibt es insgesamt 15 Ziffern, die das Verhalten von Berichterstattern regeln sollen. In diesen Ziffern mit einzelnen Paragraphen ist unter anderem den Umgang mit Geschenken oder auch die Grenzen und Möglichkeiten der Recherche definiert sind. 

Natürlich hat nicht jeder Journalist diese dinge im Kopf oder weiß, dass es einen Presserat gibt. Die Jenigen, die wissen, wie der Presserat funktioniert, nutzen ihn auch gerne, um sich über andere Medien zu beschweren. Denn  bei dem Zusammenschluss der größten Verleger und Journalistenverbände Deutschlands, sind der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Deutscher Journalisten-Verband (DJV) sowie der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju), vertreten. 

Wer also kontrolliert die Medien, wenn diese es zur Aufgabe haben, sich selbst zu kontrollieren? Das sind Kollegen oder auch Bürger, die sich mit der Berichterstattung beschäftigen. 

Bei Badminton denkt man oftmals „Ach, dass Bisschen Federball.“ Es ist aber mehr, als nur Federball. Es ist ein Sport, der einem Fotografen mehr abverlangt, als gedacht.

Badminton

Yonex German Open am 28. 02 2019 in der innogy Sporthalle, Mülheim a.d. Ruhr

Einmal im Jahr habe ich mit Badminton zu tun. Hier war es von Vorteil, dass ich den Sport früher selbst einmal gespielt habe. Denn so war das Wasser nicht ganz kalt. Und doch war es eine Herausforderung, denn einmal im Jahr sind die besten Spieler der Welt zu Gast in Mülheim a.d. Ruhr.

Die ersten Bilder waren okay, es ist also auch besser geworden, denn man lernt dazu. Was jedoch schwer ist, ist den Ball direkt am Schläger zu erwischen. Hier kommt es auf eine schnelle Kamera mit einer hohen Serienbildrate an, um den perfekten Moment zu erwischen. Und die Verschlussueit sollte hier mindestens 1/500 oder mehr betragen, damit der Ball scharf auf dem Bild ist und nicht aussieht, wie ein Komet.

Blende, Verschlusszeit und ISO richtig einstellen

Natürlich muss bei Badminton die Blende so weit wie möglich offen sein und die ISO so hoch wie möglich. Denn in der Halle hat man kein Licht. Da sind nur Spots über der Spielfeldmitte und dann war es das. So ist ein Spieler am Rand schon sehr dunkel. Diese Bilder kann man gleich löschen, denn ein Aufhellen bringt hier nichts, außer ein heftiges Bildrauschen.

Beim Badminton hat man zwei Möglichkeiten, sich aufzuhalten. Einmal direkt am Court, wo es je nach Bandenhöhe sinnvoll ist, sich einen kleinen Hocker mit zunehmen und auf Augenhöhe zu fotografieren. Oder von den Zuschauerrängen aus. Dann fotografiert man von Oben, was mit Sicherheit auch den Vorteil hat, dass man mehr Licht hat, weil es zurückgeworfen wird.

Eine Qual der Wahl stellt das Objektiv dar. Man kann natürlich das 20-700 mm mit einer Blende von f 1:2,8 nehmen, oder man geht unter 70 mm, was mehr Sinn macht, da man am Court sehr nah dran sitzt.

Fakten:

  • schnelle Bewegungen, erfordern eine kurze Verschlusszeit von mindestens 1/500
  • die Blende ist, je nach Kameramodell, so weit wie möglich geöffnet, um eine schnelle Verschlusszeit zu gewährleisten
  • man hat kaum Licht, was die Arbeit schwierig macht
  • die ISO und der Weißabgleich sind den Lichtverhältnissen angepasst
  • mit einer Brennweite von 70-200 mm und f 1:2,8 macht man nichts falsch, wobei die Position des Fotografierens mit Sicherheit ausschlaggebend dafür ist, welche Linse man im Einsatz hat.

Viele Menschen gehen davon aus, dass Meinungsfreiheit alles darf. Das ist falsch. So wurde bereits vergangene Woche der Begriff definiert und auch die Grenzen beschrieben. Nun geht es um die rechtlichen Konsequenzen.

Meinungsfreiheit und Konsequenzen

Überall seine Meinung sagen? Das ist gerade auf Social Media trend. Doch nicht jede Äußerung kann unter Meinungsfreiheit laufen und hat unter Umständen auch Folgen.

Jeder kennt es. Schnell ist einem im Alltag ein „blöde Kuh“ oder ähnliches rausgerutscht. Das ist zwar eine Beleidigung, aber im großen und ganzen kann dies auch als Meinungsäußerung verstanden werden. In diesem Fall findet jemand, dass das Gegenüber blöd ist und vergleicht sie mit einem Tier, an dessen Intelligenz gezweifelt wird. Diese Aussage ist zulässig. Sie ist im Alltag verwurzelt. Allerdings sollte man das keinem Polizisten an den Kopf werfen, denn sonst riskiert man eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung. 

Auch im Alltag ist es oftmals nicht besser. Inzwischen ist der Großteil der Deutschen auf Social Media unterwegs und dort hat man da tolle Diskussionen. Leider wird man auch oftmals angegangen und muss sich einiges gefallen lassen. Hier kann man sich wehren. Wie Verleumdung, üble Nachrede, Schmähkritik und Beleidigung definiert werden, ist bereits in einem anderem Blogbeitrag geschildert worden. 

Meinungsfreiheit hat Grenzen

Hier in diesem Beitrag geht es um die Folgen dieser Handlungen. Auch als Journalist darf man nicht alles – das Gleiche gilt für jeden anderen Menschen. Ein Journalist muss seine Quellen, wenn jemand sich angegriffen fühlt, beweisen. Es gilt hier das Prinzip der Beweislastumkehr. Das Selbe gilt, wenn man unwahre Tatsachenbehauptungen aufstellt, die nachweislich falsch sind. Der Betroffene muss die Möglichkeit haben, diese zu widerlegen. 

Im Falle eines Journalisten, wenn dieser eine Behauptung aufstellt, die nachweislich trotz ausführlicher Recherche falsch ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, um zu seinem Recht zu kommen. Hier kann eine Gegendarstellung verlangt werden. Diese muss von dem Betroffenen eingefordert werden. Doch nicht jede Äußerung ist einer Gegendarstellung würdig!

  1. Es muss ein berechtigtes, öffentliches Informationsinteresse an dem Beitrag bestehen – keine Gossipverbreitung.
  2. Der Beitrag trägt zur Unterrichtung, Belehrung und Meinungsbildung der Öffentlichkeit handeln (frei sein von reißerischer Aufmachung, Übertreibungen und Verzerrungen des dargestellten Sachverhalts) bei.
  3. Der Beitrag muss sorgfältig recherchiert werden und der Betroffene muss zu Wort kommen. Bei der Recherche sind alle zugänglichen Quellen zu nennen – auch wenn sich jemand nicht äußern will, ist dies zu bemerken. Ebenfalls müssen Anhaltspunkte, die für die Richtigkeit der Behauptungen sprechen, ebenfalls genannt werden.  
  4. Es dürfen keine Gerüchte wiedergegeben werden. Alle Aussagen sind auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. 

Strafverfolgung nur auf Antrag

Trifft mindestens eine dieser Aussagen nicht zu, so hat dies Konsequenzen. Diese Ehrverletzungen sind jedoch sogenannte Antragsdelikte. Sie werden, wie der Name schon sagt, nur verfolgt, wenn jemand einen Strafantrag stellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt also nur von sich aus, wenn jemand Anzeige erstattet hat. Dabei muss einiges geprüft werden.

  1. Beleidigungen von Opfern einer Gewalt- und Willkürherrschaft werden auch ohne Antrag verfolgt, wenn sie öffentlich begangen sind und der Verletzte der Strafverfolgung nicht widersprochen hat.
  2. Ist die Beleidigung öffentlich begangen worden, kann der Täter außerdem zur Veröffentlichung der Verurteilung in einem Medium verurteilt werden (z.B. Richtigstellung in Zeitung).
  3. Bei wechselseitigen Beleidigungen kann der Richter einen oder beide Beteiligte für straffrei erklären.
  4. Geld- und Freiheitsstrafen bis zu 2 bzw. 5 Jahren

Ob es das einem wert ist, wage ich zu bezweifeln. Denn letztendlich sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob man das selbe über sich lesen möchte, was man gerade über jemand anderen geschrieben hat. Nicht jeder kennt die rechtliche Grundlage und man muss im Zweifelsfall immer damit rechnen, dass die geschädigte Person sich entsprechend zur Wehr setzt. Das gilt sowohl für Berichterstattung als auch für die Äußerungen auf Social Media. Denn auch Facebook und Co sind keine rechtsfreien Räume.

 

 

Inzwischen ist es auch bei vielen Unternehmen so, dass Bewerber in der Stellenanzeige oder der ersten E-Mail mit „Du“ angesprochen werden. Was tun, wenn man nicht von Fremden geduzt werden möchte? Das ist eine heikle Angelegenheit und ein Rezept gibt es nicht.

Bewerbung (JM)

Duzen ist in. Doch muss es auch bei Bewerbungen sein? Dafür gibt es kein Rezept.

„Du“ vs „Sie“. Das ist eine heikle Sache, besonders, wenn es um Bewerbungen geht. Und inzwischen ist es bei vielen Unternehmen so, dass potentielle Mitarbeiter gleich geduzt werden. Oder es in Anschreiben gleich gefordert wird. Aus gut informierter Quelle weiß ich ebenfalls, dass eine große Friseurkette von den Mitarbeitern verlangt, selbst Senioren mit Vornamen und „Du“ anzusprechen.

Das machen auch viele Unternehmen so, die sagen: „Bei uns wird sich von Anfang an geduzt und das machen wir auch mit Bewerbern so“. Nur diese Unternehmensphilisophie oder Neudeutsch Corporate Identity, kommt nicht bei jedem gut an. 

Recherche bei der Bewerbung

Schreibe ich eine Bewerbung, so schaue ich mir die Stellenausschreibung genau an. Kann man schon erkennen, wie der Hase im Unternehmen läuft? Worauf wird geachtet bzw. besonders viel Wert gelegt? Danach schaue ich mir die Onlinepräsenzen des Unternehmens an. Vielleicht kann man ja auch etwas über den Umgang mit einander erahnen. Ganz spannend finde ich Firmenblogs. Diese finde ich grundlegend interessanter, als den Rest. Man erfährt viel über den Betrieb. 

Aber wie schreibt man die Personen nun an? Meistens ist in der Stellenausschreibung genau beschrieben, an wen man sich wenden soll. „Wenden Sie sich an Herrn/Frau Xy“ ist ganz klar, hier kein „Du“. „Wende dich an XY“ heißt, das Du wird empfohlen – auch Anschreiben. Dann gibt es noch die Anzeigen, bei denen es nicht hervorgeht, ob man duzen oder siezen soll. 

Bei jungen Menschen mag es sein, dass die sich mit dem „Du“ wohler fühlen. Aber was ist mit den Menschen, Generell ist man heutzutage schnell beim „Du“. Im Golfclub ist es beispielsweise so, dass man sich duzt. Ohne Diskussion. Oder unter Kollegen ist es auch üblich, dass sich geduzt wird.

Feldforschung im Freundeskreis

Aber als potentielle Mitarbeiterin gleich geduzt werden und das in der ersten E-Mail? Das geht für mich gar nicht. Da ich in letzter Zeit eben solche Fälle öfters hatte, habe ich mich einmal auf Feldforschung begeben und im Freundes- und Bekanntenkreis nachgehorcht.  

Folgende Aussagen sind immer wieder gefallen:

  • Geht gar nicht in der ersten E-Mail gleich geduzt werden
  • Das ist vielleicht die Unternehmenskultur

Mit eben genau diesen Antworten hatte ich bereits gerechnet. Warum habe ich aber gefragt? Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten. Ich bin jemand, der sich im Zweifel auch die Meinung anderer anhört und sie vergleicht. Das mache ich besonders gerne, wenn ich mir nicht sicher bin, welches Verhalten jetzt richtig ist oder ob ich vielleicht doch etwas altmodisch denke.

Hier scheiden sich jedoch sehr stark die Geister, was einem doch schon sehr zu denken gibt. Natürlich kann es für das Unternehmen komplett normal sein, dass man auch Bewerber duzt. Das ist meiner Erfahrung nach, inzwischen gerade bei kleineren Unternehmen in Mode. Ebenfalls ist mir das schon bei Unternehmen aufgefallen, die denken, sie seien total hip. 

Gründe für das „Du“

Aber warum wird jemand auch geduzt? Hier ein sehr geschätzter Kollege eine Antwort formuliert, die ich interessant finde. Natürlich kommt dieser Trend aus den USA, die sich eigentlich grundlegend siezen. Ja, das „You“ heißt eigentlich nicht „du“, sondern „Sie“. Das wird einem in der Schule komplett falsch beigebracht. Das „Du“ ist im englischen eigentlich mit „thou“ oder „thee“ zu übersetzen. Jedoch ist sind diese Worte veraltet und man möchte es einfach sowie höflich halten. 

Ebenfalls geht der eine oder andere Unternehmenspsychologe oder auch ein Unternehmen davon aus, dass der Kumpeltyp besser wirkt, wenn man der Person absagt. Ob das so stimmt, da habe ich meine Zweifel dran. Vielleicht mag das bei der jüngeren Generation funktionieren, aber ich bin gefestigt und in den 30ern. Ob man das jemanden noch antun muss, der ein gewisses Alter hat, weiß ich nicht. 

Aber wie reagiert man nun, wenn man ungefragt geduzt wird? Das ist wohl eine der schwierigeren Dinge. Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Im schlimmsten Fall wird man als Bewerber abgelehnt. Über diese Folge sollte man sich schon im Klaren sein. 

Der erste Kontakt soll höflich sein

Für mich ist es ein No-Go, gleich in der ersten E-Mail geduzt zu werden. Mit solchen Firmen möchte ich nicht zusammen arbeiten. So etwas macht mir die Entscheidung dann einfach und schreibe es auch deutlich, dass ich nicht geduzt werden möchte. In der Regel kommt eine Absage Kann ich dann auch ganz gut mit leben. 

Gibt es in der Stellenanzeige gleich die Ansprache mit „Du“ wird es schwieriger. Selbst bei diesen Anzeigen bin ich beim „Sie“. Jedoch lasse ich mich dann in der E-Mail, nicht im Anschreiben, zu einem „Guten Tag“ oder „Hallo“ hinreißen. Das ist mein persönlicher Kompromiss. Auch wenn man dann wesentlich lockerer werden kann, muss es nicht übertrieben werden. 

Denn ein Unternehmen verlangt, dass man sich mit ihnen auseinander setzt und eine individuelle Bewerbung schreibt. Auch ich als Bewerber verlange auch von möglichen Arbeit-/Auftraggebern, dass man sich mit meiner Person auseinander setzt. Google macht es möglich und jeder hinterlässt irgendwo seine Spuren im Netz. Und bei einer Zusammenarbeit duzt man sich meiner Erfahrung nach eh. 

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