Die Reitsportsaison beginnt für mich seit 2018 mit dem Agravis-Cup Münster. Allerdings haben mir dieses Jahr eine Grippe und eine Panikmache in Bezug auf das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Seit 2018 bin ich nun jedes Jahr (die Corona-Jahre wegen Lockdown und Co nicht) auf dem Agravis-Cup in der Halle Münsterland. Damals hieß er noch K+K-Cup. In dieser Hinsicht habe ich dort einiges erlebt und mag das Turnier sehr gerne. Und doch ist es dieses Jahr anders verlaufen, als ursprünglich geplant. Was die Wetterkapriolen und eine fiese Erkältung damit zu tun haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Start in die neue Reitsportsaison auf dem Agravis-Cup Münster
Immer wieder stelle ich anhand von Zugriffen auf einzelne Beiträge fest, was ankommt und was nicht. Und die Blicke hinter die Kulissen kommen gut an. Daher habe ich mich entschieden, einmal zu berichten, wie es eigentlich ist, auf einem Turnier zu arbeiten. Heute ist der Agravis-Cup in Münster dran. Um die ganze Sache einordnen zu können und seit wann ich in der Halle Münsterland akkreditiert bin, musste ich in meinem Fotoarchiv weit zurückgehen. Das erste Mal war ich 2018 dort. Damals hieß das Turnier noch K+K-Cup und ich hatte für einen ehemaligen Kunden von dort berichtet.
Inzwischen ist die Veranstaltung die im Jahr, mit der ich in die Reitsportsaison starte. Entsprechend freue ich mich jedes Mal drauf. Aber dieses Jahr lief es anders. Nicht nur, dass mir eine dicke Grippe einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, sondern auch das Wetter und die Vorhersagen, die nicht eingetroffen sind.
Weniger vor Ort als ursprünglich geplant
Gerne hätte ich in diesem Jahr, in dem die Halle Münsterland 100 Jahre wird, auch von der Gala-Veranstaltung berichtet. Das Gleiche gilt für den Donnerstagabend. Es war nur nicht möglich. Die Grippe hatte mich voll im Griff. Freitag ging es mir dann besser und ich wollte hin. Aber da ich ein vorsichtiger Mensch bin, entschied ich mich dagegen. Die Wettervorhersagen haben einen Schneesturm vom Feinsten vorhergesagt, was am Ende nicht eingetroffen ist. Ich habe mich geärgert, denn das Gespannfahren hätte ich gerne mitgenommen.
Aber Samstag und Sonntag haben fest auf dem Plan gestanden. Also bin ich Samstag hingefahren, was ging. Wegen des Salzes auf der Straße war das nicht so toll, aber es war okay. In Münster angekommen, hieß es erst einmal Parkschein und Akkreditierung abholen, bevor ich auf den Parkplatz durfte. Eine Haltezone wäre an dieser Stelle echt gut, so wäre das Diskutieren mit den Securitys vermeidbar.
Freunde treffen und arbeiten
Endlich angekommen, wurden erst einmal die Freunde begrüßt, die man nur zu selten sieht, und dann habe ich mich auch schon an die Arbeit gemacht. Fotografiert habe ich nur zwei Prüfungen. Das Abendprogramm habe ich mir geknickt, auch wenn das Kostümspringen ein absolutes Highlight ist. Sonntagmorgen um 9 Uhr ist das erste Pferd im Viereck, und wenn das Springen dann bis weit nach 1 Uhr nachts geht und noch eine Stunde Fahrt ansteht, ist mir das zu viel. Abhilfe würde nur eine Übernachtungsmöglichkeit schaffen. Zwischendurch wurden noch die Texte und Bilder fertiggemacht.
Der Presseraum liegt eigentlich ganz günstig – nur das innere Navi fällt am ersten Tag öfters mal aus. Auch wenn ich die Wege in- und auswendig kenne, so ist es immer der erste Tag, an dem ich etwas orientierungslos bin. Man braucht schon einen Tag, um sich zurechtzufinden. Auch die Arbeitsabläufe sitzen am ersten Tag noch nicht zu 100 %, auch wenn die ganzen Vorbereitungen bereits erledigt sind. Mit Vorbereitungen meine ich die fertige XMP-Datei sowie eine angepasste Starterliste. Außerdem müssen die Akkus geladen und der Fotorucksack vollständig gepackt sein. In den Rucksack kommen beide Kameras inklusive Objektiven, Laptop sowie das Ladegerät. Mir ist es wichtig, nur noch den Rucksack nehmen zu müssen und dann einfach losfahren zu können.
Rund 2.000 Bilder werden bearbeitet
Den Sonntag habe ich dann ebenfalls nur den Grand-Prix-Special sowie das Hauptspringen fotografiert. Danach ging es für mich schnell zurück nach Bochum zu einer anderen Veranstaltung. Am Abend dann über 700 Bilder vom Springen beschriftet und den finalen Text geschrieben. Die Dressur hatte ich vorher schon fertig. Am Ende habe ich an diesen zwei Tagen irgendwas zwischen 1.500 und 2.000 Bildern bearbeitet. Die Tage, an denen ich nicht da war, habe ich die Pressemitteilungen für Sports-Net verarbeitet, damit die Berichterstattung dennoch passt. So einen Workflow bekommt man nur mit Routine hin.
Grundlegend gibt es immer Dinge, die verbessert werden können. Darüber werde ich hier nicht schreiben, weil diese Dinge nicht in die Öffentlichkeit gehören. Aber es sind Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass man sich wohlfühlt. Schließlich sind Journalisten, egal, ob schreibende oder fotografierende Zunft, nicht zum Spaß bei einer Veranstaltung, sondern zum Arbeiten.
Ich hoffe, dass es nächstes Jahr weniger Chaos wird und das Turnier dann auch hier wieder ausführlicher stattfinden kann. Dann auch bitte ohne Wetterkapriolen, die für Verunsicherung sorgen.








