In der Eissporthalle Iserlohn haben die Roosters eine Art der Wiedergutmachung gegen die Grizzlys Wolfsburg geleistet. In der Overtime bleiben zwei Punkte am Seilersee.
Nach der 11:4-Niederlage am Freitag bei den Straubing Tigers mussten die Iserlohn Roosters eine Reaktion zeigen. Das haben die Sauerländer getan. Wenn auch zu spät. Denn am Anfang haben die Grizzlys Wolfsburg ordentlich Druck auf das Tor von Hendrik Hane gemacht. Doch am Ende bleiben es zwei Punkte für den IEC. In der Overtime kann sich die Mannschaft von Stefan Nyman im Powerplay durchsetzen und den Zusatzpunkt ergattern. Mit diesem Sieg haben die Roosters den letzten Platz in der Tabelle der Penny-DEL verlassen.
Reaktion am Seilersee nach Debakel in Straubing
Am Seilersee sind die Iserlohn Roosters unter Zugzwang gewesen. Bei den Straubing Tigers sind die Iserlohn Roosters unter die Räder gekommen. Das Ergebnis von 11:4 war für die Sauerländer inakzeptabel. Entsprechend musste ein Zeichen gesetzt werden. Das hat der IEC nun gegen die Grizzlys Wolfsburg getan. Auch wenn das erste Drittel seitens der Wolfsburger her sehr druckvoll gewesen ist. „Wir sind meiner Meinung nach gut gestartet und haben viel Druck gemacht. Ich glaube, wir haben den Ton angegeben. Wir wussten, dass die Iserlohner auf ihre Chancen warten. Aber ich glaube, wir sind ruhig geblieben“, sagt Fabio Pfohl von den Grizzlys nach dem Spiel gegenüber Magenta TV.
Entsprechend ist der mittlere Spielabschnitt der der Niedersachsen gewesen. Mit einem Extra-Angreifer mehr auf dem Eis haben die Wolfsburger dann nach einem kleinen Faustkampf zwischen Luis Schinko und Daniel Neumann den ersten Treffer erzielen können. Tyler Morley kann auf Zuspiel von William Graber und Justin Feser das 1:0 auf das Scoreboard bringen. Kurz vor Drittelende sind die Gäste in Unterzahl, da Ross Mauermann wegen unnötiger Härte runter vom Eis muss. Das 2:0 und der damit verbundene Shorthander gehen auf das Konto von Tyler Gaudet. In der Kabine haben sich die Sauerländer entsprechend keinen Druck gemacht. „Nach dem Shorthander wussten wir, wir haben gut gespielt“, sagt Colin Ugbekile im Interview mit Magenta TV nach dem Spiel. So hat die Mannschaft nicht auf das Scoreboard geschaut, sondern weiter ihr Spiel gemacht.
Sauerländer Aufholjagd und Entscheidung in der Overtime
In den letzten 20 Minuten sind die Sauerländer unter Druck und kommen mit Selbstbewusstsein aus der Kabine. „Wir haben viel Druck gemacht und waren in dem letzten Drittel die bessere Mannschaft“, resümiert Iserlohns Trainer Stefan Nyman die Wendung. Denn gleich zu Drittelbeginn kann Daniel Neumann ein Ausrufezeichen setzen, dass die Roosters nicht tot sind. Dustin Strahlmeier ist machtlos bei dem Treffer in der 44. Spielminute. Gut sechs Minuten später können die Roosters erneut jubeln und durch den Treffer von Justin Scott ausgleichen. Wieder hat Strahlmeier keine Chance zwischen den Pfosten der Niedersachsen. Von nun an wird am Seilersee gehofft. Nach 60 Minuten bleibt es bei einem Spielstand von 2:2.
Dann geht es ins SuddenDeath. Hier verhält sich Lester Lancaster unsportlich und erhält 2+10 Minuten auf der Bank. Diese Überzahl kann der IEC nutzen. Colin Ugbekile lässt die 4.452 Zuschauer aufatmen. Durch das finale Ergebnis von 3:2 geht der Extrapunkt an die Gastgeber. „Im letzten Drittel haben sich die Roosters zurückgekämpft und am Ende verdient gewonnen. Man muss lernen, mit solchen Situationen zurechtzukommen“, sagt Wolfsburgs Chef an der Bande, Tyler Haskins. Nyman kann sich über zwei Punkte freuen, findet aber lobende Worte für seine Mannschaft: „Das war ein starkes Comeback und auch der Kampfgeist war da. Wir haben uns dann in die Overtime gerettet und verdient gewonnen.“
Tore zwischen den Iserlohn Roosters und Grizzlys Wolfsburg am 8. Spieltag in der Penny DEL 2026/27
0:1 (24:56) Morley (Graber, Feser; EA-PP)
0:2 (38:31) Gaudet (SH1)
1:2 (43:14) Neumann (Krauß, Lobach)
2:2 (49:30) Scott (Krauß, Boland)
3:2 (62:29) Ugbekile (Boland, Neumann; PP1; GWG)
Weitere Ergebnisse am 8. Spieltag in der Penny DEL 2026/27
Pinguins Bremerhaven – Eisbären Berlin: 0:3
Kölner Haie – Nürnberg Ice Tigers: 4:2
Schwenninger Wild Wings – EHC Red Bull München: 3:4
Krefeld Pinguine – Augsburger Panther: 1:2
ERC Ingolstadt – Löwen Frankfurt: 2:3 (SO)
Adler Mannheim – Straubing Tigers:
Spiele am 9. Spieltag in der Penny DEL 2026/27, Freitag, 19.10.2026, 19:30 Uhr
Grizzlys Wolfsburg – Krefeld Pinguine
Augsburger Panther – Adler Mannheim
Schwenninger Wild Wings – ERC Ingolstadt
Pinguins Bremerhaven – Nürnberg Ice Tigers
Löwen Frankfurt – Straubing Tigers
Eisbären Berlin – EHC Red Bull München
Iserlohn Roosters – Kölner Haie
