Auf dem Longines Balve Optimum sind zwei weitere Titel vergeben worden. Den Auftakt haben die Dressurreiter gemacht. Auch im Springen hat es ein Herzschlagfinale gegeben.

Mehrmal ist den Zuschauern auf dem Longines Balve Optimum bei den Ergebnissen die Spucke weggeblieben. Denn mehrmals sind bei der Grand Prix Kür von einzelnen Richtern im Longines Großer Optimum Preis präsentiert von MEGGLE mehr als 90 % vergeben worden.

Es sollte also spannend werden. Als zweites Pferd im Viereck hat Quantaz unter dem Sattel von Isabell Werth die Führung halten können, bis es „It’s Showtime“ hieß. Dorothee Schneider hat ihren „Showi“ durch das Viereck tanzen lassen, was einem Richter 94,375 % wert war. Das Endergebnis für Schneider und Showtime FRH 89,775 %. Zu diesem Zeitpunkt heißt das: Bestergebnis. „Ich bin super happy und habe mich selbst wiedergefunden“, sagt Schneider, die nach dem tödlichen Unfall von Fohlenhofs Rock’n’Rose bei der Siegerehrung in Pforzheim sich das Schlüsselbein gebrochen hat.

Silber für Isabell Werth und Bella Rose 2

Rückblickend auf den Grand Prix Special liefen nun auch die Galoppwechsel besser. „Vor den Wechseln war ich etwas angespannt“, gibt die Reitmeisterin zu. So wird Schneider erneut mit einer Bronzemedaille belohnt. „Showtime hat sich gut angefühlt. Da kann ich mit einem guten Gefühl nach Hause fahren“, sagt Schneider abschließend.

Zwei weitere Starterinnen mit Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl folgen noch. Den Anfang macht Werth mit Bella Rose 2. Die inzwischen 17-jährige Stute hat sich von Prüfung zu Prüfung gesteigert, war losgelassener, was die Richter mit 90,975 % belohnen. Das ist die persönliche Bestleistung des Paares in einer Kür.

„Bella war etwa die ersten 30 Sekunden verunsichert, hat sich dann aber selbst aufgebaut“, so Werth. Mit diesem Ergebnis sei sie daher zufrieden. Mit Quantaz holt sich Werth Rang vier in der Meisterschaft. „Quantaz hat noch keine eigene Kür. Die habe ich erst einmal von Johnny (Don Johnson Anm. der Redaktion) geklaut“, grinst Werth. Nun solle der Quaterback-Nachkomme aber eine eigene bekommen.

von Bredow-Werndl und TSF Dalera holen sich den dritten Titel

„Ich war positiv angespannt“, sagt Jessica von Bredow-Werndl über ihren Ritt mit TSF Dalera in der Kür. Sie habe sich daher nur eines vorgenommen: „Ruhig bleiben.“ Mit dem Ergebnis von 93,025 % hat sich die 35-Jährige selbst übertroffen und damit auch noch das bisher höchste Ergebnis in einer Kür auf nationaler Ebene abgeliefert. Das bedeutet den insgesamt dritten Titel bei einer Deutschen Meisterschaft.

Nun gönnt sich die frisch gebackene Meisterin erst einmal ein paar Tage Pause. „Dalera fängt bei Pausen an, beim Schrittreiten zu bocken“, grinst die Reiterin aus Aubenhausen. Dann weiß sie: Es kann wieder losgehen. Denn Dalera erhole sich sehr schnell. Was sie sich sonst noch wünscht? „Gute Nerven für Olympia.“

Deutsche Meisterschaft GRAND PRIX KÜR 2021

Gold: Jessica von Bredow-Werndl, TSF Dalera BB 93,025 %
Silber: Isabell Werth, Bella Rose 90,975 %
Bronze: Dorothee Schneider, Showtime FRH 89,775 %

Grand Prix Kür/ LONGINES Großer OPTIMUM Preis präsentiert by Meggle 2021

  1. Jessica von Bredow-Werndl, TSF Dalera BB 93,025 %
  2. Isabell Werth, Bella Rose 90,975 %
  3. Dorothee Schneider, Showtime FRH 89,775 %
  4. Isabell Werth, DSP Quantaz 85,250 %
  5. Helen Langehanenberg, Annabelle 83,475 %
  6. Benjamin Werndl, Daily Mirror 83,175 %
  7. Dorothee Schneider, Faustus 82,175 %

Meisterschaft der Springreiter wird im Stechen entschieden

Doch nicht nur bei den Dressurreitern ist es spannend geworden. Im Preis der Platzmann Federn GmbH & Co. KG ist ebenfalls der Meister gesucht und gefunden worden. Dabei hat ein spannendes Duell zwischen Maximilian Weishaupt und Tobias Meyer angedeutet. Beide Reiter sind in den drei Runden zweimal im Stechen gewesen und haben insgesamt fünf Runden absolviert. So ist auch die letzte Runde des Longines Optimum Preis zwischen den beiden Reitern ausgetragen worden. Meyer legt vor und Weishaupt geht auf Nummer Sicher, bleibt ebenfalls Null aber hinter Meyer. Somit sind die neuen Meister der Springreiter Tobias Meyer mit Greatest Boy H.
Bronze geht an Patrick Stühlmeyer mit Carmina 51. „Carmina lief in Hagen schon super und war jetzt hier in Balve einfach bombastisch“, freut sich Stühlmeyer, der das Pferd erst seit vier Monaten im Stall hat. Für Stühlmeyer ist es nach 2013 die zweite Bronze-Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft.
Vizemeister Maximilian Weishaupt ist ebenfalls mit Omerta Incipit zufrieden. „Ich bin super happy. Mein Pferd Omerta Incipit ist super gesprungen. Ich bin unbeschwert hierhergefahren und habe gar nicht mit diesem Erfolg gerechnet. Das Pferd hat sich die letzten Wochen sehr gut angefühlt. Im Stechen hat sie unglaublich gekämpft. Hätte sie einen schnelleren Reiter gehabt, wäre sie Deutscher Meister geworden“,  sagt Weishaupt grinsend.

Tobias Meyer ist Deutscher Meister im Springen

Somit geht die Meisterschaft im  Springreiten an Tobias Meyer mit Greatest Boy. „Das reicht!“ freute sich Meyers Trainer Tjark nagel direkt nach dem Ritt über die schnellen 36,33 Sekunden. „Ich kann es gar nicht so richtig fassen“, freut sich Meyer über den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Er habe mit allem gerechnet, aber nicht dem Titel.

„Greatest Boy ist seit sieben Monaten bei mir und noch nie so schwere Springen gegangen wie heute. Er ist ein Familienpferd und hat einen ganz tollen Charakter. Wir lieben ihn alle. Was er hier gemacht hat – fünf Runden auf diesem hohen Niveau, ohne Fehler zu springen – das war der Wahnsinn. Er hat es mir sehr leicht gemacht“, freut sich der frisch gebackene Meister. Auch zu seinem Trainer Tjark nagel habe er ein gutes Verhältnis. „Wir gehen gemeinsam durch Höhen und Tiefen.“ Nagel hat seinem Schützling vor dem Stechen noch Mut gemacht: „Wir haben Silber. Jetzt holen wir noch Gold.“ Der Plan ist aufgegangen.

Deutsche Meisterschaft Springreiter 2021

Gold: Tobias Meyer, Greatest Boy H 0/0/0/0/0/ 36,33 = 0
Silber: Maximilian Weishaupt, Omerta Incipit 0/0/0/0/0/ 37,17 = 0
Bronze: Patrick Stühlmeyer, Carmina 0/4/0/0 = 4

LONGINES OPTIMUM Preis 2021

  1. Marcus Ehning, Stargold 0/0/ 54,91
  2. Maximilian Weishaupt, Omerta Incipit 0/0/ 58,73
  3. Tobias Meyer, Greatest Boy H 0/0/ 60,23
  4. Patrick Stühlmeyer, Carmina 0/0/ 60,36
  5. Jan Andre Schulze Niehues, Fitch 1/1/ 59,99
  6. Marcus Ehning, Priam du Roset 0/4/ 54,85

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