Zu Besuch beim TATORT

Jeder, der auch nur ansatzweise etwas mit Medien zu tun hat, wünscht es sich. Einmal an einem Filmset zu sein. Diese Möglichkeit hat sich nun vor Kurzem ergeben. Durch Zufall bin ich mitgenommen worden. Der WDR hatte eingeladen, sich einmal das Set vom „Tatort Münster“ anzusehen und auch Bilder von den Darstellern zu machen.

Diese Möglichkeit ist nicht oft und so bin ich mitgekommen und war die Begleitung. Alleine schon der Aufwand, in einer JVA, die noch in Betrieb ist, zu drehen, muss enorm sein. Allerdings gehe ich davon aus, dass nicht jeder Insasse etwas davon mitbekommt, obwohl so ein Dreh ordentlich Trubel verursacht.

Was mich jedoch am Meisten Beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass man für die Produktion einer Serie Geduld braucht. Jede Szene wird gefühlte 100 Mal erst geübt und dann aus allen möglichen Perspektiven gedreht. Da ist Geduld gefragt. Nicht nur bei den Schauspielern, sondern auch bei allen anderen, die mitwirken. Die Schauspieler dürfen kein Anzeichen von Genervtheit zeigen. Es gilt: Wenn der Regisseur sagt, es ist gut, dann ist es auch gut.

Ich fand es auch interessant zu sehen, worauf alles geachtet werden muss. So hieß es beispielsweise von der Produzentin: „Alle bitte auf den Bürgersteig. Ich sehe Spiegelungen in den Scheiben!“ So erhalten auch Zuschauer oder die versammelte Pressemeute auch Anweisungen, denen Folge zu leisten ist. Ohne wenn und aber.

Auch eine Sache, die am Set absolut verboten ist: Aufnahmen vom Dreh machen. Da verstehen die Kollegen vom WDR keinen Spaß. Die Straße vor der JVA ist gemietet worden und der WDR hat somit das Hausrecht. Daran muss man sich halten. Da findet der Herr von der Security deutliche Worte.

Zum Shooting selber: Jan Josef Liefers (Prof. Karl-Friedrich Boerne) und Axel Prahl (Kommissar Frank Thiel) foppen sich auch abseits der Kameras. Merkbar ist, dass beide ein eingespieltes Team sind. Auch die restlichen Mimen waren auch am Rande der Kameras gut gelaunt. Manche brauchten nur eine Kippe für zwischendurch. Die Kollegen haben sich bei machen der Bilder benommen und der WDR hat mit einem Bild der Maus die Blicke der Darsteller gelenkt. Alles in allem war es eine gut durchorganisierte Veranstaltung, die einem Einblicke an ein Set gegeben hat.

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