Wie der Kampf im Land der Otori begann

Mit „Die Weite des Himmels“ beginnt die eigentliche Saga um den Clan der Otori von Lian Hearn. Dabei geht es in der Vorgeschichte zu den anderen Teilen hauptsächlich um das Leben von Otori Shigeru und seiner Suche nach seinem Erben Takeo.

Teil Eins der Otori-Saga

Die Otori-Saga beginnt mit „Die Weite des Himmels“.

Schon früh wurde der junge Shigeru, Sohn von Otori Shigemori auf seine spätere Rolle als Clanführer der Otori vorbereitet. Dabei wurde er neben seinem jüngeren Bruder Takeshi als Krieger ausgebildet, was sich hinterher als Vorteil erweisen sollte. Neben Schwertkampf und Bogenschießen standen auch lesen und schreiben auf dem Stundenplan. Als Shigeru in ein Alter kam, in dem Frauen interessant wurden, ging er oftmals mit seinem Freund in ein Freundehaus. Dort verliebte sich der Clanerbe in eine Konkubine, die einige Zeit später ein Kind von ihm erwarten sollte. Das Kind wuchs bei einem Clan fernab der Hauptstadt Hagi auf. Um sich abzulenken ging Shigeru nach Terayama, um sich abzuelenken und im Schwertkampf weiter ausgebildet zu werden. Matsuda Shingen unterrichtete den Jungen zu dieser Zeit. 

Die Suche beginnt

Nach der Zeit in Terayama kehrte Shigeru nach Hagi zurück und verliebte sich in eine Frau, die nicht den Ansprüchen eines späteren Clanführers genügte. Das Clanoberhaupt Shigemori hatte nach vielen Monaten eine Frau für seinen Sohn auserkoren und wollte nun die baldige Hochzeit. Doch Shigeru zog es vor, durch das mittlere Land zu reisen. Auf dieser Reise lernte Shigeru die Liebe seines Lebens, Clanführerin Naomi Maruyama, kennen. Doch diese Liason wurde Zeit seines Lebens verheimtlicht, da Shigeru einmal dem Clanführer Lord Iida Sadamu das Leben gerettet hatte. Ida machte keinen Hehl daraus, dass er es dem Otori nie verziehen hatte, dass er ihm das Leben gerettet hatte. 

Viele Monate später folgte daraus eine Schlacht, die letztendlich zum Tod von Shigemori geführt hatte. Shigeru hatte im Kampf sein Schwert Jato verloren, was Muto Kenji ihm wiederbrachte, als Shigeru sich selbst das Leben nehmen wollte. Durch Zufall erfuhr der neue Clanführer, dass im verborgenen ein Junge lebte, der wie ein Otori aussah. Shigeru machte sich auf die Suche nach dem Jungen und fand ihn.

„Die Weite des Himmels“ ist das Prequel zur Saga

Eigentlich ist „Die Weite des Himmels“ als Prequel zu verstehen, aber der Band ist als letztes Glied der Saga erschienen. Viele Dinge sind in den Bänden davor bereits aufgelöst worden, aber einiges nun auch in diesem Teil klar gestellt worden. Der Leser erhält einen Einblick in das Leben vor Takeo und erkennt mehr und mehr die Zusammenhänge einer ganzen Saga. Man erfährt mehr, wie es um die einzelnen Fehden steht und wie sie enstanden sind. Daher ist dieser Band der beste Einstieg in die fantastische Saga um den Clan der Otori. Denn Lian Hearn erzählt auch in diesem Band viele japanische Details historisch korrekt. Dabei entstehen vor dem inneren Auge des Lesers die tollen Bilder es alten Japans, was es so nie gegeben hat.

Fakten zu „Die Weite des Himmels“

Originaltitel: Heaven’s net is wide
Autor: Lian Hearn
Deutsche Erstausgabe: 2009
Seiten:752
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy/Roman

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