Dylia ist eine zamonische Prinzessin, die unter Schlaflosigkeit leidet. In einer Nacht erhält die Prinzessin Besuch von dem alptraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal. Eine Reise ins eigene Gehirn mit einem ernsten Hintergrund beginnt.

Prinzessin Insomnia und der Alptraumfarbene Nachtmahr

Cover: Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr (Foto: JM)

Schlaflosigkeit ist weitverbreitet und macht auch vor Prinzesssinen nicht halt. Dylia kann teilweise tage-, wenn nicht sogar wochenlang kein Auge zu machen. So gibt sich die junge Adelige selbst den Namen „Prinzessin Insomnia“. In ihrer eigenen Welt ist ihr bester Freund das eigene Gehirn, was gerade immer aktiver wird, des länger die Prinzessin ohne Schlaf auskommen muss. So wandelt sie Nachts durch das Schloss mit einen Türmen und Zinnen, um vielleicht doch ein Gefühl von Müdigkeit zu entwickeln. Meistens ist diese Mühe vergebens.

Denn Dylia gefallen meistens die Dinge, die ihr Gehirn hervorbringt. Nach einigen Tagen erscheinen die Zwielichtzwerge. Kleine, durchsichtige Gestalten, die den Morgen lieben und dann in sämtlichen Farben des Regenbogens schimmern. Generell mag die Hauptfigur Regenbögen. Was hat sie nicht schon alles in der Farbe erfunden? Regenbogennagellack, Regenbogenfarbe und und und. 

Auch in einer von vielen Nächten ist Dylia wieder schlaflos und wandelt durch das Schloss. Als sie wider in ihre Gemächer kommt, steht dort ein Gnom, der sie das Fürchten lehren und in den Wahnsinn treiben will. Aber nicht mit der Prinzessin. Diese liebt ihr Gehirn und der altraumfarbene Nachtmahr Havarius Opal hat es schwer, die Prinzessin zu überzeugen, aus dem Fenster zu springen. Denn loswerden wird Dylia ihn so schnell nicht mehr los. Opal nimmt die Prinzessin mit auf eine Reise in ihr eigenes Gehirn. Eine Reise mit nur einer Ausstiegssklausel beginnt. Ob es Dylia gelingt, nicht in den Wahnsinn getrieben zu werden?

Eine wahre Geschichte als Vorlage

Mit „Prinzessin Insomnia und der altraumfarbene Nachtmahr“ bietet Walter Moers seinen Lesern ein typisch moers´sches Lesevergnügen. Fabelwesen treiben ihr Unwesen und auch die Dialoge sind im Moers-Stil. Doch die Geschichte hat einen ernsten Hintergrund, der wesentlich interessanter ist, als die eigentliche Geschichte. Den Roman hat Moers nicht selbst illustriert, sondern die Berlinerin Lydia Rode. Rode ist an der bisher wenig bekannten Krankheit Chronisches Fatigue,- oder Erschöpfungssyndrom leidet. Diese Patienten leiden mit zunehmenden Krankheitsverlauf an Erschöpfungszuständen und können das Haus nicht mehr verlassen. 

Rode schrieb Moers einen Brief, in dem sie schilderte, dass die Zamonien-Romane sie von ihrer Krankheit ablenken. Eine weitere Form der Krankheit ist Schlaflosigkeit.Beide tauschten sich immer öfters aus und so entstand die Idee zu einer Kurzgeschichte über eine schlaflose Prinzessin. Aus der Kurzgeschichte wurde ein vollständiger Roman. 

Fakten zu „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“

Autor: Walter Moers
Verlag: Penguin Verlag
Seiten: 334
Genre: Roman

Bei Amazon erhältlich

Ensel und Krete. Das ist die Adaption von Walter Moers auf das Kindermärchen „Hänsel und Gretel“. Dabei geht es nicht minder spannend und aufregend zu, wie im Original der Gebrüder Grimm.

Ensel und Krete Die Fhernhachen-Zwerge Ensel und Krete geraten auf einem Spaziergang in den verbotenen Teil des großen Wald. Dabei geraten die die Geschwister immer tiefer in das Unterholz. Dort lauern nicht nur die gemeine Waldspinnenhexe, sondern auch der Laubwolf. Natürlich nimmt die Geschichte ihren Lauf, als sie ein spitzhuttragendes Wesen entdecken und fliehen erneut. Dazu lassen die giftigen Dämpfe der halbverbrannten Waldspinnenhexe nichts Gutes erahnen. So kommen immer wieder Halluzinationen zum Vorschein, die es den Protagonisten nicht leicht machen, zu entkommen und Zeugen eines grausamen Verbrechens zu werden. 

Fazit: 

Mit Ensel und Krete nimmt Walter Moers das Märchen von Hänsel und Gretel auf den Arm. Natürlich mit den Charakteren aus Zarmonien. Diese erleben allerhand Abenteuer, doch treffen sie auf die dunklen Geschöpfe dieser Welt. Spannend und schaurig schreibt Moers als Hildegunst von Mythenmetz das erste Mal ein Märchen. Natürlich dürfen auch die hinterher so berühmten Mythenmetzschen Abschweifungen nicht fehlen. Diese machen es jedoch zwischendurch schwer, dem Lesestoff zu folgen. Aber für Moers-Fans ist auch dieses Buch ein Genuss. 

Fakten

Autor: Walter Moers
Ersterscheinung: 2002
Seiten: 256
Verlag: Goldmann Verlag
Genre: Humor

Weitere >>Infos<<

Rumo macht sich selbständig und erlebt einige Abenteuer in  „Rumo und die Wunder im Dunkeln“. So stehen auch Liebe und Kämpfe auf dem Plan. Denn dem Wolpertinger wird eine ganz besondere Aufgabe zu Teil. Rumo geht in die Untenwelt

Rumo wächst ohne Eltern auf einem Bauernhof in Fhernhachen auf. Alles geht seinen gewohnten Gang, bis der Hof von Teufelszyklopen überfallen wird. Der kleine Wolpertinger wird verschleppt und soll nun als Mahlzeit der Teufelszyklopen dienen. Doch nicht mit Rumo, der während dieser Zeit entdeckt, wie stark er ist und erwachsen wird. So besiegt der Hund die Zyklopen und befreit alle Mitgefangenen. Endlich in Freiheit riecht Rumo etwas, das er noch nie gerochen hat. Den Silbernen Faden  des Glücks. Dieser Geruch führt ihn nach Wolperting, wo er auf Rala trifft. Als Rumo endlich den Mut fasst, Rala seine Liebe zu gestehen, sind alle Wolpertinger verschwunden. Die Spur führt in die Untenwelt. Ob Rumo Rala und die anderen Wolpertinger retten kann?

Fazit:

Wie alle bisherigen Teile ist „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ ein typischer Moers. Mit viel Wortgewandheit schafft es der Kultautor von u.a. „Die 13 1/2 Leben des Käptain Blaubär“ erneut, den Leser in die Welt von Zamonien zu entführen. Die Spannungskurve bleibt durch das ganze Buch erhalten, sodass man dieses Buch verschlingt.

Fakten: 

Autor: Walter Moers
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 2003
Anzahl der Seiten: 702
Genre: Roman

|Werbung, unbezahlt|

Ein Buntbär hat 27 Leben. Davon erzählt Käpt’n Blaubär genau die Hälfte. Amüsant und nur echt mit Käpt’n Blaubär sowie den Einwürfen des Lexikons von Nachtigaller.

Käpt'n Blaubär

So sieht das Cover von „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ aus.

Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

Das Erste, an das sich Blaubär erinnert, ist im wahrsten Sinne des Wortes, das umherschippern in einer Nussschale auf dem Ozean Zamoniens. Dort wird der kleine Bär von Zwergpiraten gefunden. So beginnt das erste Leben des Blaubärs. Bei den Zwergpiraten lernt Blaubär alles, was ein Seebär wissen muss. Doch das geht nicht lange gut und er landet auf anderen Stationen, wie in einem Wirbelsturm, der alle Jubeljahre anhält.

Der in Hamburg lebende Autor und Illustrator Walter Moers nimmt in dem Roman seine Leser mit auf die Reise nach Zarmonien. Mit jeder Menge Schirm, Scharm und Melone führt Moers durch die Welt von Zamonien. Details werden penibel genau beschrieben, wie etwa das Rückwärtszählen im Sandsturm, in dem immer wieder eine Zahl eingeworfen wird. Nicht zu vergessen, die Einwürfe von Professor Nachtigaller, der die Rolle des Lotzen durch Zamonien übernimmt.

Mit Illustrationen besser erzählen

Was auch nicht vergessen werden darf: Der unvergleichliche Humor des Autors. Dieser ist gespickt mit Raffinesse, Wortspielen und jeder Menge Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen. Dazu sind in dem Buch zahlreiche Illustrationen zu finden, die gerade zeigen, was angesagt ist. Die ersten Ausgaben sind noch Schwarz/Weiß gestaltet. Bei den Neueren gibt es Kapt’n Blaubär bunt und in Farbe. Sind die Bilder, die sich teilweise über zwei Seiten erstrecken, vielleicht da, um dem Leser die Welt besser zu erklären? Das kann nur Moers selber beantworten. Tatsache ist, dass mir bei bisher keinem anderen Autor diese Art eine Geschichte zu erzählen und die Macht der Bilder mit einzubinden, aufgefallen ist.

Ein Buch, was in keinem Regal fehlen darf, denn es ist ein Klassiker.

Fakten

Autor: Walter Moers
Titel: Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär
Erscheinungsdatum: 1999
Anzahl der Seiten: 703
Verlag: Eichborn
Genre: Roman

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen