Privatleben? Top Secret?!

Oft lese und höre ich, dass man auch Dinge aus dem Privatleben von sich preisgeben soll. Denn potentielle Kunden wollen keine Dienstleistung kaufen, sondern eine Persönlichkeit. Doch damit habe ich wirklich Probleme.

Privatleben bleibt Privatleben

Muss das Privatleben Top Secret gehalten werden?

„Verkauf deine Persönlichkeit mit, denn du bist nicht nur fähig, nett und freundlich sondern auch ein Mensch“, ist einer der Ratschläge, die ich oft zu hören bekomme. Dazu gehört auch, dass man gesagt bekommt, dass man Dinge wie Hobbies, die man im Privatleben betreibt, mit einfließen lassen soll, genauso, wie die persönlichen Lebensumstände. Hobbies lasse ich mir noch gefallen, denn die sind ersichtlich. Aber meine persönlichen Lebensumstände preisgeben? Niemals! Ich möchte nicht mein ganzes Leben öffentlich ausbreiten. Es gibt Teile davon, die gehören mir und so soll es auch bleiben. Dazu gehört eben mein privates Umfeld wie Freunde, Familie und auch die Wohnung. Da kommt außer den gerade genannten Gruppen niemand rein. So ist es nun mal, wenn man durch seinen Beruf zum Teil selbst in der Öffentlichkeit steht.

Schlechte Erfahrungen im Privatleben

Dazu kommen noch schlechte Erfahrungen mit Menschen. Ja, an dieser Stelle schreibe ich von einem Stalker vor vielen Jahren. Das ist eine Zeit gewesen, die mich persönlich in Angst versetzt hat und bis heute stark geprägt hat. Und durch ein Impressum auf dieser Seite muss ich meine Adresse angeben. Aber meine Telefonnummer gebe ich aus besagtem Grund nicht an. Vorallem, wenn man bedenkt dass dieser Mensch aus dem persönlichen Umfeld stammte.

Auch die Sache mit meinem beruflichen Umfeld privatere Dinge zu verraten gefällt mir nicht immer. Dazu muss ich in die Schulzeit zurück gehen, um das zu erklären. Es hat eine Zeit gegeben, in der ich aktiv und nicht nur von einer Person gemobbt worden bin. Ich war zu vertrauensvoll, offen, habe immer an das Gute im Menschen geglaubt, mich geöffnet und es ist gegen mich verwendet worden. Auch diese Zeit hat mich sehr geprägt. Daher mache ich eine ganz klare Grenze zwischen dem, was beruflich und privat ist.

Beruflich bin ich nach wie vor ein offener, freundlicher Mensch, der im Rahmen seines Jobs ein ehrliches Interesse an den Menschen hat. Dazu nehme ich die Anliegen der Menschen im beruflichen Rahmen ernst. Ich kann auf mir unbekannte Menschen zu gehen, mich gut mit ihnen unterhalten. Aber nur weil ich das beruflich ganz gut kann, heißt das noch lange nicht, dass ich das auch privat mache. Denn mein Privatleben ist mir hoch und heilig.

Sportliche Aktivitäten sind okay

Worüber ich gut sprechen kann, sind meine Leidenschaften. Okay, ein Teil davon ist tatsächlich auch beruflicher Natur, aber er gehört eigentlich mein ganzes Leben zu mir. >>Pferde<<. Auch wenn ich aktuell leider nicht selbst reite, so freue ich mich, wenn ich auf einem Turnier bin und darüber berichten kann. Ich gebe auch zu, dass ich mir je nach Wetterlage, die Inline Skates schnappe und fahre. Kein Problem. Aber wo ich genau unterwegs bin, verrate ich ungerne. Wenn ich da unterwegs bin, habe ich gerne meine Ruhe 😉

Genauso verhält es sich mit meinem neuen Hobby >>Golf<<. Das ist beruflich wichtig und ich hätte niemals gedacht, dass ich das selbst einmal spiele. Aber auf dem Golfplatz komme ich runter. Und das eine oder andere Geschäft habe ich auch schon auf dem Golfplatz gemacht. Daher ist dieser Sport beruflich und privat relevant. Das kann man ruhig über mich wissen. Aber auch, dass ich gerade erst damit angefangen habe. Mit wem ich wann und wo spielen gehe, bleibt im Privatleben. Genauso, der Golfclub, in dem ich Mitglied bin.

Ich habe leider kein Foto für dich

Aber hier auf der Seite bei jedem Blogbeitrag ein Foto von mir mitposten? Niemals! Das muss nicht sein. Auch wenn ich es wahrscheinlich müsste, aber ich möchte es nicht. Deshalb gibt es auch keine Vlogs mehr von mir. Ich habe da einfach keinen Spaß dran, mein Gesicht in eine Kamera zu halten. Auch wenn es ein gutes Sprechtraining ist, muss es nicht sein. Es gibt hier auf der Seite tatsächlich ein Foto von mir, weil es sein muss. Denn ein Gesicht will jeder haben. Ich bleibe lieber im Hintergrund und lasse meine Arbeit für mich sprechen. Das Gleiche gilt für die Social Media Auftritte. Hier habe ich die Devise, dass diese gut sind, um Leute zu stalken, nur weil die einem nett erscheinen. Daher bin ich da auch etwas vorsichtiger.

Mein Privatleben bleibt also privat. Auf ein paar Dinge lasse ich mich gerne ein, aber das war es dann auch. Man muss ja nicht alles von sich preisgeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.