Gradwanderung beim Darts

Keine Sportart ist so auf Event und Party getrimmt, wie Darts. Dabei sind einige Spieler alles andere als einfach zu fotografieren.

Darts

Jyhan Artut (GER) gegen Wesley Plaisier (NED) am 22.03.2019

In der Halle hinter dem Spieler herrscht Ballermannstimmung. Doch die Darts-Spieler können sich konzentrieren. Bis eine Kamera auslöst. Es gibt Spieler, die mögen das Geräusch gar nicht und lassen auch entsprechende Fotografen rauswerfen. 

Oftmals sind genau diese Spieler aber im Interview super nett und freundlich. Auf dem Catwalk lassen sie sich feiern und zeigen sich auch fannah. Das kommt bei dem oftmals sehr stark kostümierten und alkoholisiertem Publikum gut an. Auch die Eventatmosphäre kommt dem zu Gute. Bei jeder 180 wird gefeiert, gejubelt, was das Zeug hält. Doch wie ist es, als Fotograf bei genau diesen Bedingungen zu arbeiten?

Black is beautiful

Gerwyn Price (WAL) im Spiel gegen Krysztof Ratajski (POL), Achtelfinele am Sonntag,
24.03.2019

Das erste, was mir beigebracht wurde, ist, bloß nichts anderes als Schwarz zu tragen. Das ist bei meinem Kleiderschrank jetzt nicht schwer. Man soll nach Möglichkeit unsichtbar sein und im Graben nicht erkennbar sein. Dazu geht Schwarze Kleidung in der Masse unter. Natürlich ein Vorteil, jedoch nicht, wenn man als Blondine mit Zopf durch die Menschenmenge laufen muss. 

Hier bin ich auch schon bei dem nächsten Punkt: Den Weg zum Presseraum kennen. Es muss oftmals sehr schnell gehen und kurze Wege sind nicht immer drin. Gerade, wenn man nicht zu den hochgewachsenen Menschen gehöre, muss ich mich oftmals durch drängeln. Dabei habe ich oftmals mehr Angst um meine Kamera, als um mich. Angetrunkene Menschen sind nicht besonders vorsichtig. 

Den richtigen Punkt erwischen

Dave Chisnall (ENG) im Spiel gegen James Wade (ENG) , Achtelfinele am Sonntag, 24.03.2019

Endlich an der Bühne angekommen, muss ich oftmals hoffen, dass die nicht all zu hoch gebaut ist. Ich habe schon Bühnen um die 1,80 m erlebt. Das ist für mich schlecht, aber irgendwie finde ich in der Regel noch eine kleine Erhöhung zum Fotografieren. 

Dazu sind die Fotopunkte in der Regel festgelegt. Seitlich der Bühne darf man auf eine hin, die andere ist in den meisten Fällen tabu!

Nun kommen wir also zu dem, was wichtig ist. Den Spieler im richtigen Moment erwischen. Auch hierbei muss man auf den richtigen Punkt warten und den Spieler lesen. Erst wenn der Spieler den Pfeil geworfen hat oder noch an der Fingerspitze ist, darf man auslösen. In diesem Moment kann der Werfer die Wurfrichtung des Pfeils nicht mehr beeinflussen. 

Geeignete Motive beim Darts

Darts

Micheal van Gerven (NED) im Spiel gegen Jermaine Wattimena (NED) , Achtelfinele am Sonntag, 24.03.2019

Wie dem auch sei, in der Regel hat man den Spieler von der Seite und von unten abgelichtet. Wichtig ist, wie bei allen Sportarten, die W-Fragen auf dem Bild zu beantworten. Wer und was sind hierbei die wichtigsten Fragen, die beantwortet werden müssen. Bedeutet für mich: Den Spieler mit Pfeil in der Hand abzulichten. 

Natürlich sind auch Bilder des Bords gespickt mit Pfeilen auch toll. Dazu natürlich das Shakehands nach dem Duell und die Zuschauer, die das 180-Schild hochhalten.

 

 

Gerne begleite ich auch Ihr Event oder biete ein Foto-Shooting in diesem Bereich an. Weitere Infos gibt es unter www.jenny-musall.de/shootings oder für Veranstalter unter www.jenny-musall.de/jmfotoservice

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