Golfturnier – Satz mit X, das war wohl nix

Dass ich >>Golf<< spiele, habe ich bereits geschrieben. Nun hat das erste Golfturnier angestanden und das war nix.

Golfturnier

Das war wohl nix! (Manipulation und Foto: Jenny Musall)

Jeder Golfer erarbeitet sich im laufe seiner Laufbahn ein Handicap. Das kann über Golfturniere oder EDS-Runden passieren. Ganz am Anfang stand erst die 54 und seit diesem Jahr erstmal „PE“. Mit „PE“ ist nichts anderes gemeint, als das der Golflehrer einem bescheinigt, dass man tatsächlich Golf spielen kann. Man kann auch während der Prüfung sich direkt ein Handicap erspielen. Bisher kenne ich allerdings keinen, der das geschafft hat. Um also sein Handicap zu verbessern muss man Turniere spielen. So weit so gut.

Als ich in den Golfclub eingetreten bin, wurde ich gleich von mehreren Seiten dazu gedrängt, doch am Neueinsteigerturnier mitzuspielen. So bin ich überredet worden, mein erstes Golfturnier zuspielen. Was soll ich sagen? Es war eine Katastrophe. Wirklich. Bei dem Golfclub, in dem ich Mitglied bin, habe ich eine Mitgliedschaft für einen Kurs, auf der Anlage gibt es drei. Das Turnier sollte auf einem anderen Kurs sein. Meine Golf-Kumpel haben mich kurzerhand überredet, eine Runde auf dem anderen Kurs zu gehen. Dafür haben wir das Greenfee bezahlt. Die ersten Schläge waren auch in Ordnung. Nur wie es bei mir nun mal ist, lässt irgendwann die Konzentration nach und der Kopf ist an. Blöde Mischung. Also war die Runde (ich habe irgendwann das Zählen aufgegeben) für die Tonne. Und am nächsten Morgen war das Turnier. Mit Prüfungen habe ich es eh nicht besonders und bin vorher das reinste Nervenbündel. Gut geschlafen habe ich jedenfalls nicht.

Golfturnier? So schnell nicht noch einmal!

Ich wusste vorher schon, dass ich in einen dreier Flight eingeteilt werde. Sprich, man spielt zu dritt. Ich wusste auch, dass ich mit zwei weiteren Frauen in einer Gruppe bin. Und da geht es los. An dieser Stelle könnte ich mich darüber auslassen, warum ich eigentlich lieber mit Herren spiele oder arbeite. Tue ich aber nicht. Nicht, dass die beiden schlimm gewesen wären, nein, es hat einfach damit zu tun, dass ich generell lieber mit Männern arbeite und auch spiele. Also ist es nichts persönliches.

Alleine beim ersten Abschlag ging alles schief, was nur schief gehen konnte. Ich treffe den Ball zu hoch, der purzelt vom Tee runter und und und. Da wusste ich schon „Das wird nichts“. Es sollte noch schlimmer kommen. Ich verfalle immer mehr in meine alten Muster zurück (mich beim Schwung aufrichten, falsch den Schläger packen und und und) und das war es dann. Kaum ein guter Schlag war dabei, was mich noch mehr verunsichert hat. Denn eigentlich kann ich es ja. So ist es gekommen, dass ich selbst meine Schläge nicht mehr gezählt habe und mich nur noch auf die konzentriert habe, die ich zählen musste.

Es sind noch andere Dinge schief gelaufen, über die ich mich nicht öffentlich äußern will und nicht werde. So habe ich mich durch die Runde gekämpft und mir kein Handicap erspielt.

Golfturniere spielen für ein Handicap sind nicht notwendig

Für mich persönlich ist dieses Golfturnier zu früh gekommen. Mein eigentlicher Plan ist es gewesen, dass ich erst ab nächstem Jahr welche spiele. Und so werde ich es auch weiter halten. Über den Winter werde ich an der Technik arbeiten, die auf der Driving Range funktioniert, aber nicht auf kurzem Rasen. Auch im hohem Gras komme ich zurecht. Aber eben nicht auf dem Fairway. Das ärgert mich einfach unglaublich.
Oder ich werde in nächster Zeit einfach EDS-Runden machen. Das sind Runden, die von jemandem mit einem niedrigen Handicap begleitet und gezählt werden. Diese Person kann man sich aussuchen, was für mich wahrscheinlich besser ist, da ich diese Person dann kenne und meine Nerven dann hoffentlich nicht durchdrehen.

Vom Handicap „PE“ möchte ich jedenfalls weg.

Weitere Infos unter Golf.de

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