Europapark sorgt für Nervenkitzel pur

Achterbahnen, die einem den Atem rauben, schwindelerregende Höhen. Das ist der Europapark Rust.

Europapark Rust

Eingang Europapark Rust

Lange hatte ich mir vorgenommen, einmal in den Europapark zu fahren. Nun ist es tatsächlich wahr geworden. Auch wenn der Besuch schon einige Zeit hinter mir liegt, bereue ich keine Minute. Denn die Anfahrt ist lang. So hat der Wecker um 4:00 morgens geklingelt, sodass man sich nur noch kurz fertig machen konnte und dann los gefahren ist. Denn rund 470 Kilometer fährt man nicht mal eben so. Da muss man schon mit gut 4,5 Stunden Fahrtzeit rechnen. Für mich ist die lange Fahrtzeit definitiv ein Manko, was man nicht mal eben so macht. Aber egal, pünktlich zum Einlass ab 9:00 Uhr hat das Auto auf dem Parkplatz gestanden. Schon bei der Fahrt auf  das Gelände ist das Ausmaß des Parks deutlich geworden. Man fährt auf das Gelände und begegnet erst einmal einer Baustelle für die neue Wasserwelt Rulantica, die am 28.11 2019 eröffnet werden soll.

Der Europapark und seine Achterbahnen

Am Einlass hat es keine Schlangen gegeben. Alles war gut organisiert und lief flüssig von statten. Die Reisetruppe und ich hatten uns schnell einen Plan zurecht gelegt. Schnell ab in den hinteren Teil des Parks, weil dort wohl weniger los sei. So ist der Erste Stop hieß somit „Wodan“. Die Holzachterbahn hat eine Höhe von etwa 40 Meter und wird bis zu 100km/h schnell. Mir persönlich, obwohl ich eigentlich zur Kategorie „Achterbahnjunkie“ gehöre, einen Ticken zu flott. Nach etwa 2:30 Minuten Fahrtzeit musste ich erst einmal meine Beine wieder einsammeln und feststellen, dass ich diese Bahn nicht mag. Generell bin ich kein Fan von Holzachterbahnen, aber ich habe der Bahn eine Chance gegeben, die wirklich glatt läuft und kein Ruckeln zeigt. Ich glaube, ich mag die Linienführung der Bahn nicht. Irgendwie finde ich es nicht stimmig und bietet keine Erholungsphasen zwischendurch.

Mein persönlicher Liebling: Blue Fire

Die Nächste Bahn, die wir uns angetan haben, hat sich zu meiner absoluten Lieblingsachterbahn gemausert. Noch nie habe ich eine Bahn so genossen und die Augen tatsächlich auch beim ersten Hochziehen offen gehabt. Tja, das hat nur die Blue Fire geschafft. 1056 Meter lang, etwa 2:20 Fahrtzeit gepaart mit Schrauben, Loopings und starkem Gefälle sorgt die Bahn für den nötigen Nervenkitzel.

Mein Angstgegner: Silver Star

Silver Star Achterbahn

Eine weitere Attraktion des Parks ist die Achterbahn Silverstar. Hier habe ich nach langem Anstehen gekniffen. 73 Meter sind mir dann doch etwas zu hoch gewesen und ich habe nur dann doch lieber verzichtet. Was ich selbst schon On-Rides schlimm finde, ist der ewiglange Weg an den höchsten Punkt. Und das muss man sich mit Höhenangst nicht antun.

Die Bahn Euro-Mir hingegen windet sich außen um riesige Spiegel herum, dabei dreht sich die Gondel und der Fahrgast verliert die Orientierung. Trotz des Baujahrs 1997 ist die Bahn in einem sehr guten Zustand und man merkt keinen einzigen Übergang der Schienen oder auch nur ein Ruckeln in der Gondel.

Ganz spontan haben wir uns entschieden, die Bahn ARTHUR zu testen. Dass diese für Kinder gemacht ist, merkt man der Bahn sofort an. Als wir in das Gebäude gekommen sind, hat es nach Wald geduftet. Das kannten wir bisher nicht. Eine Achterbahn für die Kleinen, die das Thema „Arthur uns die Minimoys“ aufgreift. Die Hängeachterbahn hat ein spezielles Gimmick eingebaut, was ich hier aber nicht verraten möchte. Allerdings hat diese Bahn 2017 nicht unverdient den Award „Europe’s best Family Rides“ von der THEA (Themed Entertainament Association) verliehen bekommen. Das hatten wir erst später erfahren.

Die älteste Bahn im Park

Moulin Rouge, Eurosat CanCan Coaster

Moulin Rouge, Eurosat CanCan Coaster

In einer etwa 37 Meter hohen silbernen Kugel befindet sich der Eurosat CanCan Coaster. Und das seit 1989. Der Eingang befindet sich im Moulin Rouge-Stil. Auch die Wartezeit wird einem mit einen Blick hinter die Kulissen des französischen Kult-Etablissements. Die Bahn selbst ist einzigartig. Man wird im innern der Kugel an einem Gewinde hochgezogen und wartet und wartet. Nicht gerade das, was ich an Achterbahnen mag. Der erste Aufstieg ist irgendwann auch geschafft und es geht runter. Natürlich mit passender Musik, die genau auf die einzelnen Stellen der abgestimmt ist.

Etwas für Wasserratten

Doch auch die Wasserbahnen haben wir uns nicht nehmen lassen. Da ich zu der Sorte „Bloß nicht nass werden“ gehöre, habe ich bei eben diesen Bahnen mir das Regencape über gezogen und habe die anderen ausgelacht, die hinterher nass geworden sind.

Naja, den Anfang hat jedenfalls die Atlantica SuperSplash gemacht. Mitten im potugiesischen Teil des Parks ragt die Bahn mit etwa 30 Metern über die Dächer hinaus. Man steigt in ein großes Boot ein, wird auf die entsprechende Höhe gezogen, rutscht rückwärts runter, wird gedreht und dann kommt er, der finale Abgang mit Dusche. Meine persönliche Meinung dazu: Ganz nett, aber an heißen Tagen zu empfehlen.

Wesentlich besser hat mir die Wasserachterbahn „Poseidon“ gefallen. Denn hier steigt man nicht nur in eine Wasserbahn rein, sondern hat auch das Vergnügen einer Achterbahn gleich mit eingebaut. Und bei einer Höhe von 23 Metern traut sich auch ein Mensch mit Höhenangst die Augen offen zu halten.

Fazit: Europapark gerne noch einmal, denn man schafft nicht alles

Die Zeit im Park ist nun mal sehr begrenzt, und auch teuer, deshalb sollte man sich überlegen, ob man nicht doch ein Hotelzimmer im Park bucht, wenn die Anfahrt etwas länger dauert. 52,00 € pro Person Eintritt finde ich daher etwas teuer, denn man muss auch noch Sprit und Verpflegung einkalkulieren. So ist man bei zwei Personen mit allem drum und dran, wenn man wirklich nur einen Tag macht, etwa 250 € bis 300 € los. Dennoch werde ich selbst wahrscheinlich dem Park noch einmal einen Besuch abstatten. Dann aber wesentlich stressfreier und mit Übernachtung.

Alles an einem Tag schafft man im Europapark nicht.

Weitere Infos unter europapark.de

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