Ein heikles Thema: Der Griff vom Golfgchläger

Wie wichtig ein passendes Equipment ist, merke ich immer wieder. Auch beim Golf. Hier bin ich sehr kompliziert. Nicht nur bei der Länge meiner Schläger, sondern auch bei der Dicke des Schlägergriffs.

SchlägergriffAls ich meinen Golfschein gemacht habe, tat mir nach gerade einmal einem Tag zu erst die rechte Hand weh. Einen Tag später fing es mit der anderen Hand an und der Schmerz zog mit jedem Schlag höher. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht ausmachen, was die Schmerzen verursacht. Am Endes des fünftägigen Kurses konnte ich die Hände kaum noch bewegen. Ich hatte lediglich die Vermutung, dass das mit dem Griff zu tun haben konnte. Diese Ahnung sollte sich ein paar Tage später, als ich wieder Zuhause war, bestätigen. 

Den passenden Griff schnell finden

Durch Zufall fotografierte ich ein Golfturnier und unterhielt mich dort auch mit Menschen, die wirklich Ahnung von dem Sport haben. Besagte Menschen schickten mich zu zu Bob. „Geh mal dahin und sprich mit ihm. Er weiß alles“ hieß es nur. Und ja, der ältere Herr weiß wirklich alles. Ich beschrieb ihm meine Probleme und er zögerte nicht lange und drückte mir einen Griff in die Hand. „Hier, probier das mal“, sagte er mir nur. Ich probierte es und stellte fest: Das ist besser. 

„Die Finger sollen nicht im Weg sein, sondern sich nur ganz leicht berühren“ wurde mir an meiner linken Hand erklärt, als ich den Griff hielt. Schnell wurde auch klar, dass ich einen dickeren Griff brauche, als üblich. Ich ließ mir also meine Griffe auf meinen damaligen Stahleisen eine Nummer größer machen. Das machte ich auch, als ich mir neue Schläger zum ausprobieren holte. 

Zarte Finger bedeuten nicht automatisch einen dünnen Schlägergriff

Als ich mir meinen ersten Driver holte, einfach nur um damit umgehen zu lernen, war das nicht anders. Ich sagte dem Herren, den und den Griff mit der und der Größe brauche ich. Dieser schaute mich nur an und meinte: „Das kann doch nicht sein. Sie sind so zierlich.“ Alles darauf bestehen half nichts, er wollte es genau wissen und maß meine Hand aus. „Sie haben Recht“, gab er später zu.  

Vor Corona zog mein erster, gefitteter Schläger ein. Ein paar Wochen später zog ein Halbsatz ein, der auch von der Länge her passt. Der ist vielleicht 2 bis 3 Millimeter länger, als mein Gefitteter. Ich stellte schon beim ersten Anfassen fest: „Wenn die Schläger bleiben, müssen andere Griffe dran“. Aber bevor das auch nur ansatzweise geschieht, wollte ich die Schläger testen. Sie spielen sich gut, doch bereits während der zweiten Runde merkte ich die altbekannten Schmerzen in der rechten Hand, die sich mit jedem Schlag höher in den Arm ziehen. 

Da die Schläger bleiben dürfen, werde ich nun nach und nach den Griff austauschen. Zu erst bei den Schlägern, die ich definitiv oft brauche. Driver, Hybrid, Neuner und Fünfer Eisen und Sandwich. Das Holz Fünf und Eisen Sieben werden erst nach und nach gemacht, da ich diese Schläger selten benutze und sich ein gefittetes Siebener in meinem Besitz findet. 

Gewicht, Passform und Komfort sind entscheidend

Was aber auch ein Faktor bei der Wahl des richtigen Griffs ist, ist das Gewicht. Ich selber hatte das auch unterschätzt, da für mich Griff gleich Griff ist. Aber das zusätzliche Gewicht merkt man beim Schlagen und anfassen. Die Arme ermüden schneller und der Schwung fällt einem schwerer, als es notwendig ist. Denn man übt automatisch mehr Kraft aus, um den Schläger zu bewegen. Was ich auch interessant fand, ist das das Gewicht eines Griffs auch die Dynamik eines Golfschlägers beeinflusst. Wichtig ist, dass der Schwerpunkt des Schlägers nah an dessen Kopf liegt, damit man optimal schwingen kann.

Was mir auch noch wichtig war, ist dass die Griffe Stoß absorbierend sind. Denn wenn der Schlägerkopf auf den Ball trifft, hat man eine Rückmeldung, wo und wie man den Ball getroffen hat. Die kann unter anderem mit einem Griff, der Stoße nicht abfedert, schmerzhaft sein. Oder man hakt versehentlich in den Boden hinein, was selbst mit einem weichen Griff weh tut. 

Daher habe ich mich nun auf die Winn Dri-Tac Lite Griffe mit gerade einmal 23 Gramm eingeschossen. Mit dem Gewicht und dem Komfort, den der Griff bietet, ist er für mich perfect.

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