Nach einer zweijährigen, coronabedingten Zwangspause ist es nächste Woche so weit. Die Yonex Gainward German Open finden in Mülheim a. d. Ruhr statt.

Vom 8. bis 13. März wird in Mülheim a. d. Ruhr Badminton auf höchstem Level gespielt. Nun sind die Rahmenbedingungen bekannt gegeben worden. Denn alle Beteiligten sind sich einig: Schön, dass es dieses Jahr mit den Yonex Gainward German Open klappt. Allerdings hat nicht nur Corona Auswirkungen auf das Turnier, sondern auch der Krieg um die Ukraine.

Russland und Belarus von Yonex Gainward German Open ausgeschlossen

Yonex Gainward German open Pressekonferenz 2022
Auf der Pressekonferenz zu den Yonex Gainward Open 2022 sind sich alle Beteiligten einig gewesen: „Endlich geht es wieder los!“

Damit hat der Badminton-Weltverband (BWF) auf die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine reagiert und Spieler aus Russland und Belarus vom Turnier ausgeschlossen. Aber in der Meldeliste weist trotzdem so manchen Olympia-Sieger und Weltranglisten Ersten auf. So kommt Olympia-Sieger Viktor Axelsen, der amtierender Weltmeister Loh Kean Yew, der zweimalige Weltmeister Kento Momota sowie Carolina Marin ins Ruhrgebiet.

„Die Organisation ist dieses Mal anders“, erklärt Turnierdirektor Jonathan Rathke. Aufgrund der immer noch nicht abgeflauten Coronapandemie habe der Veranstalter ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeiten müssen. „Die Spieler müssen einen Pre-Arrival-Test sowie einen Schnelltest bei der Ankunft vorweisen können“, so Rathke weiter. Teilnehmer, die nicht einen anerkannten Impfstoff zur Immunisierung vorweisen können oder nicht der 2-G-Regel zugeordnet werden können, müssen sich alle 48 Stunden einem PCR-Test unterziehen.

Badmintonspieler werden in Oberhausen untergebracht

Ebenfalls hat sich etwas bei der Unterbringung der Athleten geändert. Sie werden in zwei Hotels in Oberhausen untergebracht sein. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Spieler so wenig Kontakt mit anderen Menschen haben, wie möglich. „Wir haben einen Shuttle-Service eingerichtet, damit die Teilnehmer nicht nur in die Westenergie Sporthalle, sondern ebenfalls in die Trainingshalle kommen“, erklärt Rathke die Bedingungen für die Spieler. „Aber sie sind richtig heiß darauf, endlich wieder ein Turnier zu spielen, da in den vergangenen zwei Jahren kaum eine Veranstaltung stattgefunden hat.“

Als zweischneidiges Schwert sieht auch Matthias Hütten das Turnier. „Wir haben eine hochwertige Veranstaltung, bei der sich die Weltspitze des Badminton misst. Die Spieler sind heiß darauf, da lange nicht gespielt worden ist“, so der Leiter des Bundesstützpunktes Einzel 019/Jugend in Mülheim a.d. Ruhr. Die Chancen der etwa fünf deutsche Teilnehmer sieht er unterschiedlich. „Im Mixed und Damen-Doppel sind wir Außenseiter. Beim Herren-Doppel sind wir in der Favoritenrolle“, sagt Hütte weiter. Allerdings müsse man von Spiel zu Spiel schauen, wie sich die einzelnen Wettbewerbe entwickeln. Besonders freue sich Hütte darüber, dass am Finalwochenende auch ein Trainer A-Lehrgang stattfinden wird. „Das ist Ausbildung mit Weltklassespielern“, freut sich Hütte.

Finalwochenende in Mülheim a. d. Ruhr ausverkauft

Auch für das Publikum hat die Pandemie Auswirkungen. Zuschauer können sich beispielsweise keine Autogramme mehr von den einzelnen Spielern holen, da diese abgeschirmt in den vorgesehenen Bereichen sein werden. Dennoch wird es auch in diesem Jahr eine Ausstellung von neuen Artikeln des Titelsponsors geben. „Wir haben zwar in den letzten beiden Jahren vermehrt unsere Produkte online angeboten, aber es wird auch eine kleine Ausstellung für Interessierte geben“, sagt Yonex Geschäftsführer Boris Reichel über das Angebot abseits des Spielfeldes.

Einen weiteren Wermutstropfen gibt es dennoch: Karten gibt es nur noch für die Tage Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. „Aber wir warten einmal die kommende Coronaschutzverordnung ab und schauen, ob nicht doch auf 1.200 Zuschauer pro Tag erhöht werden kann“, meint Rathke.

Und doch sind sich alle Beteiligten einig: Schön, dass es endlich wieder losgeht. Die Yonex Gainward German Open finden statt und sind nicht nur für Mülheim eine Bereicherung.

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