DEG und Roosters zeigen schwaches Derby

Spieltag 17 ist für die Iserlohn Roosters und die Düsseldorfer EG aufgrund von Corona ausgefallen. Nun ist er nachgeholt worden. Aber das Ergebnis spiegelt nur die letzten zehn Minuten wider. 

Nach dem grandiosen Sieg gegen die Kölner Haie am Sonntagabend hat es für die Iserlohn Roosters das nächste Derby gegeben. In der Eissporthalle Seilersee ist der 17. Spieltag in der Penny DEL nachgeholt worden. Aufgrund von Corona-Erkrankungen musste dieser ausfallen. Die Iserlohn Roosters haben am Dienstagabend die Düsseldorfer EG empfangen.

Jentzsch: „Müssen Energie mitnehmen.“

IEC gegen DEG am 7.12.2021

Ein Bild, was das gesamte Derby zwischen der DEG und dem IEC widerspiegelt. Die Sauerländer rennen hinterher.

Noch vor dem Derby meint Roosters-Stürmer Taro Jentzsch rückblickend auf das Köln-Spiel: „Es fällt uns natürlich ein Stein vom Herzen, weil wir uns endlich auch mal für unsere Leistung belohnt haben. Wir haben auch schon gegen Bremerhaven und Wolfsburg gut gespielt und hätten meiner Meinung nach auch da schon einen Sieg verdient gehabt. Jetzt hat es gegen Köln endlich geklappt und dieses Selbstbewusstsein müssen wir jetzt auch gegen Düsseldorf an den Tag legen.“ Allerdings hat sich die angestrebte Leistung nicht auf dem Eis gezeigt.

Dabei ist den rund 2188 Zuschauern kein schönes Eishockey-Spiel gezeigt worden. Schnell haben die Gäste aus dem Rheinland das erste Tor erzielt. Zwei Minuten später hat es erneut im Kasten von Andy Jenike gescheppert. Die Defensive hat in den ersten 50 Minuten des Spiels keine ausreichende Leistung gezeigt und Jenike allein gelassen. So hat es nach 20 Minute 0:2 gestanden und die Hausherren haben Mühe gehabt, überhaupt ins Spiel zu kommen.

Roosters laufen DEG hinterher

Oftmals sind sie den Gästen nur hinterhergerannt, konnten sich nicht aus der eigenen Zone befreien. Oder sie haben sich mitten im Angriff einen Konter eingefangen. Doch im mittleren Spielabschnitt haben sich die Sauerländer dennoch mit einem Tor belohnen können. Sven Ziegler kann vor dem Tor von Mirko Pantkowski eine Lücke finden und die Scheibe ins Netz befördern. Von dem Treffer beflügelt ist der IEC jetzt zwar etwas wacher auf dem Eis, doch die DEG findet schnell die Antwort und kann kurz darauf den Vorsprung von zwei Toren erneut herstellen. Paul Bittner kann kurz vor Drittelende das 1:3 erzielen.

Damit schien der Drops am Seilersee bereits gelutscht zu sein. In den letzten 20 Minuten entsteht der Eindruck, die DEG will, das Spiel nur noch über die Zeit bringen und sie lassen Chancen liegen. Auch den Roosters fehlt es nach dem Köln-Spiel an Kraft in den Zweikämpfen. Was am Sonntag noch funktioniert hat, funktioniert an diesem nachgeholten Spieltag nicht. Stattdessen kommen bei den Gästen die Pässe an, was zuletzt ein Problem der Düsseldorfer gewesen ist.

Derby erst in den letzten 10 Minuten spannend

Allerdings haben es die letzten zehn Minuten doch noch in sich gehabt und so manch Zuschauer mag sich gefragt haben: „Warum nicht gleich so?“ Nach dem sich die Mannschaft von Brad Tapper das 1:4 eingefangen hat und Bernhard Ebner für zwei Minuten wegen Beinstellen runter vom Eis muss, nehmen die Sauerländer eine Auszeit.

Tapper zückt sein Strategieboard und erklärt der Mannschaft seinen Plan. Jenike verlässt das Tor und Joe Whitney kann durch einen Spieler mehr auf dem Eis das 2:4 erzielen. Damit nicht genug. Für das Bully ist Jenike zurück zwischen den Pfosten, um diese danach erneut zu verlassen. Diese Taktik geht noch einmal auf, denn Brent Aubin kann auf 3:4 verkürzen.

Jenike bleibt draußen, doch es hat nichts gebracht. Fast wäre das 3:5 doch noch gefallen, doch die DEG rettet sich über die Zeit und gewinnt das Westderby mit 3:4. Ein Ergebnis, was auf dem Papier wesentlich enger aussieht, als es tatsächlich stattgefunden hat.

 

 

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