Giants waren kein einfacher Gegner für die SparkassenStars

Was in der Rundsporthalle als eindeutige Sache angefangen hat, ist für die VfL SparkassenStars Bochum dann doch nicht eindeutig geworden. Die Bayer Giants Leverkusen haben sich nach dem Seitenwechsel gewehrt und es bis zum Schluss spannend gemacht.

Vfl SparkassenStars Bochum gegen Bayer Giants Leverkusen

Ferenc Gille (Bayer Giants Leverkusen), Bjoern Rohwer (VfL SparkassenStars Bochum) und Luca Finn Kahl (Bayer Giants Leverkusen) unterm Korb.

Zwei Siege haben die VfL SparkassenStars Bochum in ihrer ersten Saison in der 2. BARMER Basketball Bundesliga Pro A auf dem Kasten. Nun soll es auch Nummer drei werden. Doch das ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Mit den Bayer Giants Leverkusen kommt eines der besten Teams der Liga in die Rundsporthalle. Die Leverkusener hatten sich in der vergangenen Saison sportlich für die easyCredit Basketball Bundesliga qualifiziert. Jedoch sind sie aus verschiedenen Gründen dann doch nicht aufgestiegen.

„Das Team ist sehr gut gecoacht und sie haben mit Finn, Jostmann, Gille und Figge herausragende deutsche Spieler in ihren Reihen. Dazu kommen sehr gute Amerikaner mit Goodin, Mann und Reeves und sehr starke Bigmen mit Bacak und Heinzmann. Alle dieser Spieler können punkten und gefährlich werden. Sie finden immer einfache Wege, zu Punkten zu kommen und ihre konstante Änderung der Verteidigung und ihre Spielkontrolle machen sie zu einem sehr schwer zu spielenden Gegner“, schätzt Bochums Chef an der Bande, Felix Banobre, das Spiel ein. Somit zeichnet sich ein NRW-Derby ab, was nicht langweilig werden soll.

Hansi Gnad: „Bochum ist in der Liga angekommen.“

Auch die Giants wissen, dass ihnen kein leichtes Spiel bevor steht. „Wir sind gut gestartet, die Stimmung untereinander ist super und wir wollen selbstverständlich nachlegen“, sagt Melvin Jostmann, „Dennoch müssen wir auf der Hut sein, ein Selbstläufer wird das Spiel in Bochum sicher nicht werden!“

Auch Cheftrainer Hansi Gnad bestätigt die Leistung der Bochumer. „Die Bochumer haben in den ersten beiden Partien bewiesen, dass sie auf ProA-Niveau mithalten können. Der Sieg gegen Tübingen war wichtig, um in der Liga so richtig anzukommen. Mit Joos und Hicks sind zwei Spieler des Klubs gerade in absoluter Topform. Diese Beiden müssen wir versuchen zu kontrollieren. Auch Dominic Green, Björn Rohwer und Kilian Dietz wissen in Reihen des VfL zu überzeugen.“

Er beschreibt  Niklas Geske als einen der Schlüsselspieler des VfL. Ebenfalls dürfe man die Erfahrung und Routine einzelner Spieler nicht unterschätzen. „Wir werden uns arg strecken müssen, um in der Bochumer Rundsporthalle zu bestehen. Dafür haben wir in dieser Woche hart gearbeitet“, meint Gnad vor dem Spiel.

Niklas Geske ist zurück im Kader der SparkassenStars

Kurz vor dem Spiel ist bekannt gegeben worden, dass Niklas Geske am vierten Spieltag doch im Kader stehen wird. So gewinnen die Giants zwar den Tipp-Off, aber die Hausherren zeigen sich extrem motiviert in der vollen Halle am Stadion. Und dann passiert das, was zu erwarten war: Die SparkassenStars setzen sich bereits nach den ersten zehn Minuten deutlich ab. Weitere zehn Minuten später geht es mit 48:37 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigen sich die Leverkusener deutlich motivierter. Doch erst im letzten Viertel schaffen sie es, den VfL aus dem Konzept zu bringen. Ihnen unterlaufen Flüchtigkeitsfehler, die so nicht passieren dürfen. Einfache Steels seitens der Giants und mangelndes Durchsetzungsvermögen sowie nicht getroffene Freiwürfe haben zwischenzeitlich dazu geführt, dass es 79:79 gestanden hat.

Doch das Spiel drehen ist für die Giants nicht drin gewesen. Nach und nach kämpfen sich die Bochumer zurück ins Spiel. Sie bekommen Quentin Godding und Melvin Jostmann unter Kontrolle. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist das fünfte Foul von Dennis Heinzmann an Dominic Jevon Green gewesen. Heinzmann muss danach den Court verlassen.

Zwar versuchen die Gäste es noch einmal, fünf Punkte Rückstand aufzuholen, doch bei weniger als einer Minute auf der Uhr ist es unmöglich gewesen. So bleiben die Punkte aus dem NRW-Duell an der Castroper Straße und es kommt zu einem Ergebnis von 91:86 (23:16; 25:21; 24:27; 19:22).

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