Coleman ist erster Amerikaner an Siegertafel

Großartige Stimmung beim SAP Cup in der Aachener Soers. Für die Vielseitigkeitsreiter ist es heute ins Gelände gegangen. Dort haben die Briten ihre derzeitige Vormachtstellung bestätigt und der US-Reiter William Coleman hat es an die Tafel der Sieger geschafft.

Prüfungssponsor SAP hat zusammen mit Equi Ratings das SAP Prediction Center entwickelt, was Gewinnwahrscheinlichkeiten auf Basis historischer Erfolge errechnet. Das System hat mit 26-prozentiger Wahrscheinlichkeit den Sieg von William Coleman vorausgesagt. Letztendlich ist es die Zeit gewesen, die heute über die Rangierung entschieden hat. Coleman ist mit zwei Sekunden über der erlaubten Zeit der Schnellste im Cross und hat sich von Rang drei nach Dressur und Springen an den beiden führenden Britinnen vorbeigeschoben.

William Coleman siegt im SAP-Preis 2021 mit Off the Record

 US-Reiter William Coleman mit Off the Record

SAP-Cup, Teilpruefung Cross-Country. Hiersiegt  US-Reiter William Coleman mit Off the Record.

Somit ist Coleman der erste US-Amerikaner, der seit Start des SAP-Cups 2007 beim CHIO Aachen, dessen Name auf der Siegertafel neben dem Einritt am Hauptstadion verewigt wird. Ein ganz besonderes Gefühl: „Die Namen, die da oben stehen, sind die größten in unserem Sport. Ich schätze mich sehr glücklich, da nun auch stehen zu dürfen. Ich bin überwältigt!“

Mit seinem Pferd, Off the Record, verbindet Coleman eine spezielle Beziehung: „Off the Record ist einzigartig. An manchen Tagen holt man ihn aus dem Stall und es ist, als reite man einen Küchentisch. Aber einen Küchentisch mit Turbomotor. Was ihn so besonders macht, ist sein Einsatz. Ich habe eine Weile gebraucht, um das herauszufinden. Aber wenn er so voller Energie ist, ist es schwierig mit ihm. Er kann dann bocken und steigen. Aber das ist nicht bösartig. Das zu erkennen, hat uns geholfen.“ Diese Energie kann der Wallach gut im Gelände kanalisieren.

Mannschaftswertung der Vielseitigkeitsreiter beim CHIO Aachen

Die siegreiche britische Mannschaft hat zwei Aachen-Newcomer – Emilie Chandler im Sattel von Gortfadda Diamond und nd Kirsty Chabert auf Classic VI sowie zwei Paaren mit Erfahrung in der Soers, Laura Collett und allen voran Zara Tindall.„Ich wusste nicht so recht, was mich in Aachen erwartet, aber meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen“, sagt Chandler nach ihrem Ritt. Collett ist mit zwei Pferden an den Start gegangen. Mr. Bass ist das Pferd für die Teanwertung gewesen. Dacapo ist in der Einzelwertung angetreten. Zara Tindall saß im Sattel des zwölfjährigen Iren Class Affair.

Das heißt, ein Sieg in der Mannschaftswertung des SAP-Cups geht nach Großbritannien.

Das deutsche Team belegte in der Endabrechnung Platz fünf der sechs Mannschaften. Andreas ostholt und Corvette sind auf Rang fünf das beste Deutsche Paar in der Einzelwertung. „Hier zu reiten, von diesem Publikum so fantastisch gefeiert zu werden, ist Balsam auf unseren Seelen nach so vielen Starts ohne Zuschauer“, sagte Sandra Auffarth.

„Es gibt drei Dinge, die mir wichtig sind: dass wir spannenden Sport sehen, dass die Besten an der Spitze stehen und dass nichts passiert. Das hat heute gut geklappt“, sagt Kursdesigner Rüdiger Schwarz abschließend.

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