#1 Ab ins Homeoffice

Der Coronavirus hat uns alle fest Griff. Manche schieben einfach nur Panik, kaufen die Regale leer und denken nur an sich. Andere hingegen denken an andere und helfen. Veranstaltungen werden der Reihe nach abgesagt, der Content für Redaktionen geht aus, so dass nur noch das eine Thema in den Medien präsent ist. Manch ein Arbeitgeber schickt seine Mitarbeiter, so gut es geht, ins Homeoffice. Auch ich bin davon betroffen. Daher startet nun die neue Serie „Aus dem Homeoffice“. Einmal in der Woche werde ich nun erzählen, wie die Situation für mich ist.

Achterbahnfahrt dank Corona

Das Coronavirus breitet sich aus und sämtliche Menschenansammlungen müssen gemieden werden. Daher ist es aktuell notwendig, Homeoffice zu machen.

Grundlegend bin ich eigentlich ein vorsichtiger Mensch und nehme lieber einmal mehr Rücksicht auf andere, als zu wenig. Im Laufe der letzten Woche hat sich die Situation für mich zugespitzt. Mein Arbeitsplatz ist mitten in der Bochumer Innenstadt und dort einen Parkplatz zu finden, wo man nicht bezahlen muss, ist schier unmöglich. Daher bin ich mit dem Bus in die Stadt gefahren. Natürlich wurde weder in den Ärmel gehustet noch geniest. Es wurden die Bazillen einmal quer durch den Bus verteilt. Weil Benehmen und Knigge sowas von out sind. 

Daher kam bei mir Mitte letzter Woche, nachdem ich die eine oder andere E-Mail meines Arbeitgebers gelesen hatte, der Gedanke „Homeoffice“. Denn nachdem sichtbar wurde, was beim Signal Iduna Cup passiert ist, wurde mir sehr schnell klar, „Die Lage ist ernster, als man zugeben möchte“. 

Tag X: Ab ins Homeoffice

So, nun war Gestern Tag X, an dem man dann darüber informiert wurde, dass es ab Dienstag Homeoffice gibt. Den letzten Tag noch einmal mit den Kollegen genießen und irgendwie durchziehen. Es war ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass man seine Kollegen jetzt wahrscheinlich viele Wochen nicht sieht. Den Rechner runterfahren und sich verabschieden war schon ein kleiner Wehmutstropfen, denn ich gehe gerne arbeiten. Nun ist sie also da, die ungewisse Zeit. 

Erst musste ich mich daran gewöhnen, in einer Redaktion zu arbeiten und nun muss ich mich erneut umstellen, wieder komplett von zu Hause aus zu arbeiten. Die heutigen Zeiten erfordern eine enorme Flexibilität und ich habe keine Ahnung, wo es hingeht und wie sich die ganze Situation entwickelt. Einkaufen wird zum Krieg, man bekommt kaum noch etwas, die Leute feiern wie verrückt, dass sie frei haben, trotz Versammlungsverbot. Aktuell würde ich das Leben hier als Anarchie bezeichnen. 

Wünsche und Gedanken

Was ich mir wünsche, ist mehr Vernunft der Menschen, anstatt Egoismus. So haben wir spätestens Ende der Woche eine komplette Ausgangssperre und italienische Zustände. Aber erklär das mal den ganz Schlauen, die meinen, nur weil sie nicht zur Risikogruppe gehören, können sie machen, was sie wollen. Es zeigt sich gerade nur, dass man sich nicht um Regeln und den Nachbarn schert.

Vielleicht kommt man gestärkt aus dieser Krise vorbei, denn jedes Jahrhundert hat irgendeine Seuche oder ein großes Unglück. Dass der Planet nach Hilfe und Erholung schreit, ist kaum noch abzustreiten. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der jeder sich selbst am Nächsten ist. Ob das so gut ist, weiß ich nicht. 

Ich wünsche jedem zumindest, dass er gesund durch diese Zeit kommt und vernünftig handelt.

 

Weitere Infos unter rki.de

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